Markus Münch und Lars Ricken beim Spiel Bayern München gegen Borussia Dortmund am 20. Oktober 1996
Zweikampf: Markus Münch (l.) und Lars Ricken beim Spiel Bayern München gegen Borussia Dortmund (0:0) am 20. Oktober 1996 / Quelle: Getty Images (Foto: Alexander Hassenstein) / All rights reserved.

Was macht eigentlich Ex-Profi Markus Münch?

Im sechsten Teil unserer Serie "Was macht eigentlich...?" stellen wir den ehemaligen Bayern- und Mönchengladbach-Spieler Markus Münch vor

Am 18. Mai 1996 hatte Markus Münch seinen spektakulärsten Tag in der Fußball-Bundesliga.

Mit seinem Tor in der 82. Minute für Bayer Leverkusen im Abstiegsfinale des 34. Spieltages gegen den 1. FC Kaiserslautern sorgte der gebürtige Nußlocher für den umjubelten Klassenerhalt der Werkself - und den ersten und zugleich tränenreichen Abstieg in der Vereinsgeschichte der "Roten Teufel"!

Sein Bundesliga-Debüt gab Münch fünf Jahre zuvor im Trikot von Bayern München, als er am 3. April 1991 in der 75. Minute beim 1:1 gegen Werder Bremen von Bayern-Coach Jupp Heynckes für Manfred Schwabl eingewechselt wurde.

Vom Jugendinternat in die Königsklasse

Wenige Wochen zuvor debütierte Münch beim Viertelfinal-Rückspiel im Europapokal der Landesmeister beim 2:0-Auswärtssieg über den FC Porto für die Bayern bereits auf internationalem Parkett.

Als 15-Jähriger kam Münch vom SV Sandhausen ins Jugendinternat des Rekordmeisters, und absolvierte von 1990/91 bis 1993/94, sowie 1996/97 insgesamt 49 Bundesligaspiele (0 Tore) für den FCB und wurde mit den Münchenern 1994 und 1997 Deutscher Meister.

Nach den Stationen 1. FC Köln (1998), FC Genua (1998/99) und Besiktas Istanbul (1999-2001) wechselte der Linksverteidiger zu Borussia Mönchengladbach und erzielte bis Ende der Saison 2002/03 in 45 Spielen sieben Treffer für die Fohlenelf.

Es folgten zwei Spielzeiten bei Panathinaikos Athen in Griechenland, wo er 2004 das Double aus Meistertitel und Pokal gewann. Danach beendete Münch im Alter von 32 Jahren seine Laufbahn - und schlug einen recht ungewöhnlichen Karriereweg abseits des Fußballs ein.

Früher Fohlen-Spieler, heute Pferde-Trainer

Der heute in Heidelberg am Neckar lebende 42-Jährige machte sein großes Hobby Pferdesport zum Beruf und verdingt sich heute als Trainer von Rennpferden. Mit seinem MM-Rennstall ist Münch auf der Galopprennbahn in Frankfurt-Niederrad angesiedelt und konnte bereits 19 Siege mit seinen Pferden in seiner Palmarés verbuchen.

Was Münch am Pferde-Rennsport so begeistert? "Rennpferde und Fußballer haben die gleiche Denke - beide wollen gewinnen", sagte er einmal in einem Interview. An seiner Leidenschaft änderte auch ein Tritt eines seiner Pferde im Jahr 2011 nichts, aufgrund dessen Münch mit Rippenbrüchen und einem Leberhämatom auf der Intensivstation landete. Ehemalige Fohlen sind eben hart im Nehmen.

Bisher erschienen sind in unserer Serie "Was macht eigentlich...?":