HSV-Keeper Uli Stein streckt Bayern-Stürmer Jürgen Wegmann mit einem Faustschlag nieder
HSV-Keeper Uli Stein streckt Bayern-Stürmer Jürgen Wegmann beim Supercup-Finale 1987 mit einem Faustschlag nieder / Quelle: Getty Images (Foto: Bongarts) / All rights reserved.

Was macht eigentlich Jürgen "die Kobra" Wegmann?

Im siebten Teil unserer Serie "Was macht eigentlich...?" stellen wir den ehemaligen BVB- und Bayern-Profi Jürgen Wegmann vor

"Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu!"

Ein Satz, der bei keiner Aufzählung berühmter Fußballer-Zitate fehlen darf - er stammt von Jürgen Wegmann.

Sowohl BVB- als auch Bayern-Fans werden sich gerne an den Mann erinnern, der sich durch einen weiteren Spruch ("Ich bin giftiger als die giftigste Schlange) den Spitznamen "Kobra" zu seinem Markenzeichen machte.

Im Jahr 1986 rettete Wegmann Borussia Dortmund mit seinem Tor in der letzten Minute des Relegationsrückspiels gegen Fortuna Köln in das finale Entscheidungsspiel. Mit einem 8:0-Sieg konnte der BVB daraufhin die Klasse halten - Nichtabstiegsheld Wegmann wechselte zu Schalke 04. 

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Tor des Jahres für die Bayern

Nach nur einen Jahr bei den Königsblauen schloss sich der Stürmer in der 1987 dem FC Bayern an. In 58 Einsätzen erzielte der gebürtige Essener 26 Tore für die Münchener - darunter am 16. November 1988 per Fallrückzieher gegen Nürnberg das "Tor des Jahres".

Mit den Bayern gewann er im Jahr 1989 die deutsche Meisterschale sowie den DFB-Supercup im Jahr 1987 gegen den Hamburger SV. Zwei Tore hatte Wegmann in diesem Spiel im Frankfurter Waldstadion erzielt, wodurch er HSV-Keeper Uli Stein dermaßen zu Verzweiflung gebracht hatte, dass dieser in am Boden sitzend mit einem Faustschlag niederstreckte.

Im Jahr 1989 wechselte Wegmann zurück nach Dortmund, um zu Beginn des Jahres zum MSV Duisburg weiterzuziehen. 134 (42 Tore) seiner insgesamt 204 Bundesligaspielen (68) absolvierte Wegmann für die Schwarz-Gelben.

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Karriere-Ende mit 30

Es folgten noch die Stationen Rot-Weiß Essen, Mainz 05 und SSVg Velbert, bis Wegmann nach einem Kreuzbandriss seine Karriere 1995 im Alter von nur 30 Jahren beenden musste.

Nach seiner Laufbahn arbeitete der heute 51-Jährige unter anderem beim BVB im Merchandising-Bereich, sowie im Fan-Shop von Bayern München im Centro in Oberhausen. Auch als Lagerist und Sicherheitsmann verdingte er sich und lebt heute zurückgezogen in seiner Heimatstadt Essen.

Bisher erschienen sind in unserer Serie "Was macht eigentlich...?":