130 Mio oder Sancho bleibt!

Autor : Sven Westerschulze | 25.03.2020

Sein Ab­gang nach der Sai­son war schon für alle ab­seh­bar. Sogar beim BVB ist man davon aus­ge­gan­gen, dass man Jadon San­cho (20) nach drei Jah­ren kaum noch hal­ten kann.

Unter der Vor­aus­setzung, dass ein Ver­ein min­des­tens 130 Mio. Euro Ab­löse zahlt, würde man ihn zie­hen las­sen.

Ob ein eng­li­scher Klub diese Summe in Zei­ten der Co­rona-Krise noch zah­len wird, ist nun aber wie­der of­fen. An der Hal­tung des BVB hat sich da­ge­gen nichts ge­än­dert. Unter Wert wird der Ver­ein sei­nen Su­per­star nicht gehen las­sen.

Für die In­ter­es­sen­ten des Flü­gel­stür­mers heißt das: 130 Mil­lio­nen Euro Ab­löse – oder San­cho bleibt Bo­rus­se!

Der eng­li­sche Na­tio­nal­spieler zählt zu den an­ge­sag­testen Ak­tien im Welt­fuß­ball. Sein Markt­wert liegt ak­tu­ell bei 130 Mil­lio­nen Euro, am Ende sei­ner Ent­wick­lung ist der Tee­na­ger aber noch lange nicht. Was dem BVB in der der­zei­ti­gen Si­tua­tion in die Kar­ten spielt:

Der Ver­trag von San­cho läuft noch bis 2022.

Dort­mund würde auch noch nach dem Ende der nächs­ten Sai­son Ab­löse für ihn kas­sie­ren kön­nen.

Man­che­s­ter Uni­ted will den Tem­po­drib­bler un­be­dingt ver­pflich­ten, auch der FC Chel­sea be­schäf­tigt sich in­ten­siv mit Sancho. Um die Ab­lö­se­for­de­rung er­fül­len zu kön­nen, sind die Klubs be­son­ders auf die TV-Ein­nah­men an­ge­wie­sen. Von deren Er­halt hän­gen die In­ves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten für die neue Sai­son ab. Auch des­halb will die Pre­mier League – wie die Bun­des­liga -die lau­fende Spiel­zeit un­be­dingt be­en­den. Not­falls erst nach dem 30. Juni.

„Die mo­men­tane Si­tua­tion ist sehr un­si­cher und die wei­tere Ent­wick­lung ak­tu­ell schwer vor­her­seh­bar“, sagt BVB-Ma­na­ger Mi­chael Zorc (57).

„Wir wis­sen weder mit Si­cher­heit, wann der Spiel­be­trieb fort­ge­setzt wer­den kann, noch wann wir wie­der vor Zu­schau­ern in den Sta­dien spie­len wer­den. Des­halb emp­finde ich es als sehr schwie­rig, ge­rade ver­läss­li­che Pro­gno­sen ab­zu­ge­ben – das be­trifft auch die nächste Trans­fer­pe­ri­ode.“

Dass die Ge­samt­aus­ga­ben aller Klubs im Som­mer ähn­lich hoch wie in den Vor­jah­ren sein wer­den, ist so gut wie aus­ge­schlos­sen. Dass die Sum­men für Top­stars wie San­cho sin­ken, ist da­ge­gen eher un­wahr­schein­lich. Die Ten­denz: Spit­zenklubs kon­zen­trie­ren sich bei ihren Trans­fers auf die Ver­pflich­tung ihres Wunsch­spie­lers und spa­ren bei Ak­teu­ren, die den Kader nicht so ex­trem auf­wer­ten wür­den. San­cho ist mit Ab­stand der wert­vollste Spie­ler der Bun­des­li­ga. Auf Rang zwei fol­gen Kai Ha­vertz (20/Le­ver­ku­sen) und Serge Gna­bry (24/­Bay­ern) mit je­weils 90 Mio. Euro Markt­wert.

Dem BVB würde es ge­fal­len, wenn er noch bleibt: Mit San­cho sind die Chan­cen auf Titel in der kom­men­den Sai­son deut­lich höher als ohne ihn. Ver­gan­ge­nes Jahr war er be­reits Bo­rus­sias Tops­co­rer (12 To­re/18 As­sist­s), in die­ser Sai­son ist er sogar bes­ter Sco­rer der Liga (14 To­re/16 As­sist­s).

Was für den BVB spricht: San­cho will nächste Sai­son un­be­dingt in der Kö­nigs­klasse spie­len. Mit fünf Tref­fern und sechs Vor­la­gen in acht Rück­run­den­spie­len hat er großen An­teil dar­an, dass der BVB von Platz vier auf zwei klet­terte und klar auf Cham­pi­ons-League-Kurs ist. Im Ge­gen­satz zu Man­che­s­ter Uni­ted und Chel­sea. Die Blues lie­gen in der Pre­mier League ak­tu­ell mit 48 Punk­ten auf Rang vier, Uni­ted hat als Fünf­ter drei Zäh­ler Rück­stand. Sport­lich muss sich der BVB vor den bei­den Eng­land-Ver­ei­nen nicht ver­ste­cken. Auch San­cho merkt, dass die Bo­rus­sia ihre Ti­telam­bi­tio­nen mit Trans­fers un­ter­mau­ert. Im Team fühlt er sich wohl. Und spe­zi­ell mit Win­ter­zu­gang Er­ling Haa­land (19) ver­steht er sich nicht nur auf dem Platz ex­trem gut.

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