BVB-Sportdirektor Zorc bestätigt: Ab August wird verhandelt!

Autor : Torsten Rumpf, Sven Westerschulze | 05.06.2019

Es ist das Liebes-Comeback des Jahres. Die Popularität von Mario Götze (27) bei den Fans von Borussia Dortmund ist wieder fast so groß wie vor seinem Gastspiel beim FC Bayern von 2013 bis 2016.

Das Trikot mit seinem Namen wird nach den Jerseys von Marco Reus (30) und Axel Witsel (30) am häufigsten verkauft. Gut möglich, dass Götze ähnlich wie seine Kollegen Reus (Vertrag bis 2023) und Witsel (bis 2022) auch langfristig beim Vizemeister bleibt. Denn bei der Borussia sind die Verantwortlichen sehr zuversichtlich, dass Götze seinen 2020 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängert – trotz des neuerlichen Interesses aus England von Arsenal.

Wir kennen doch seit Jahren die Gerüchte aus England, die zu uns rüberschwappen. Wir sind wie immer entspannt. Denn wir sind mit Marios Vater und seinem Berater in einem guten Austausch,

verrät Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc (56) im Gespräch mit SPORT BILD. „Mario Götze ist nicht mit einem Wechselwunsch an uns herangetreten.“

Und so läuft es mit Götzes neuem Vertrag: Bislang wurden Sondierungsgespräche geführt. Ans Eingemachte soll es nach der Sommerpause gehen, so der Zeitplan. Zorc:

Zu Beginn der neuen Saison werden wir uns zusammensetzen.

Dann werden die Modalitäten ausgehandelt wie die Laufzeit des Vertrages (drei oder vier Jahre) und das Gehalt. Angeblich soll Götze aktuell bis zu zehn Millionen Euro jährlich bei den Schwarz-Gelben verdienen. Das wird der Knackpunkt – denn er müsste Abstriche machen.

Grundsätzlich kann sich Götze eine Zukunft in Dortmund sehr gut vorstellen. Vergangenes Jahr hat der WM-Held von 2014 in Dortmund ein neues Haus am Phoenixsee bezogen. Zu den Bossen Hans-Joachim Watzke (59) und Zorc hat er ein gutes Verhältnis. Götze weiß auch, wie sehr der Klub hinter ihm stand, als er wegen einer Stoffwechsel-Krankheit fünf Monate ausfiel. Zorc:

Ich glaube, dass wir immer fair mit Mario umgegangen sind – gerade während seiner schwierigen Zeit.

Götze will in Dortmund die Perspektive haben, Titel gewinnen zu können. Diesen Siegeswillen hat er sich während seiner Bayern-Zeit von Franck Ribéry (36) und Arjen Robben (35) abgeschaut, die ihn besonders mit ihrem Ehrgeiz im Training beeindruckt haben.

Zurzeit erholt sich Götze im Urlaub von der vergangenen Saison, weil Bundestrainer Joachim Löw (59) ihn nicht für die Länderspiele in der EM-Qualifikation in Weißrussland (8. Juni) und gegen Estland (11. Juni) nominiert hat.

Für Michael Ballack (42), den langjährigen Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, ist der Werdegang des Dortmunders mit all den Höhen und Tiefen ein normaler Entwicklungsprozess. „Mario Götze scheint seinen Weg gefunden zu haben, nachdem er eine Zeit lang Probleme hatte. Was normal ist. Er war sehr jung, als er in der Nationalmannschaft debütierte (18 Jahre; d. Red.), dann hat er im WM-Finale das entscheidende Tor für Deutschland erzielt. Es ging alles ganz schnell bei ihm, er hatte nicht die Zeit und die Erfahrung, bereits in jungen Jahren alles zu reflektieren“, sagt Ballack im Gespräch mit SPORT  BILD. 

„Und dann kommt irgendwann der Moment, wo du über alles nachdenkst. Ich vergleiche das gerne mit einem Formel-1-Fahrer. Als junger Kerl rast du einfach drauflos, im Alter denkst du schon mal drüber nach: Gehe ich in der Kurve etwas früher vom Gas? Und schon büßt er ein paar Prozent ein und fährt nicht mehr ganz vorne mit.“

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