Der BVB will mit Ladenhütern 100 Mio. sparen

Autor : Sven Westerschulze | 31.07.2019

Dortmunds XXL-Kader beschäftigt nicht nur Lucien Favre (61). Der Trainer bezeichnet die Zusammenarbeit auf Dauer als „unmöglich“.

Dass der BVB auch nach dem Verkauf von Sebastian Rode (28, für sechs Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt) noch über 30 Spieler beschäftigt, stört auch Michael Zorc (56).

Ich bin da gleicher Meinung wie Lucien. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass sich an der Situation in näherer Zukunft etwas ändern wird. Ich kann versichern, dass wir unseren Kader noch verkleinern werden,

sagt der Sportdirektor zu SPORT BILD. Damit will Zorc nicht nur Favre zufriedenstellen, sondern sich zugleich neuen Handlungsspielraum für weitere Transfers schaffen. Über 100 Millionen Euro will Zorc auf Dauer sparen, wenn er die Ladenhüter loswird!

Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich ist die Verkleinerung des Kaders wichtig. „Wir haben natürlich gewisse Vorstellungen, was unsere Kaderstruktur betrifft – auch finanziell“, betont Zorc.

Deshalb darf André Schürrle (28, Marktwert: 12 Mio. Euro) den Klub auch für eine Mini-Ablöse unter zehn Mio. Euro verlassen.

Wertvoller als die Ablöse ist dabei die Einsparung von Schürrles hohem Gehalt: 14 (!) Mio. Euro würde der abgestürzte Weltmeister bis zum Vertragsende 2021 noch kassieren. Auch Shinji Kagawa (30, Marktwert: 6 Mio.) darf günstig gehen. Durch seinen Abschied spart die Borussia – wie bei Rode – fünf Mio. Euro Gehalt. Der Japaner ist weiter auf der Suche nach einem neuen Verein, reiste deshalb wie auch Schürrle nicht mit ins Trainingslager.

Auch Ömer Toprak (30) kann den Klub verlassen. Der Türke kam als Wunschspieler von Ex-Coach Thomas Tuchel und wurde mit einem gut dotierten Vertrag bis 2021 (Gehalt: 3,5 Mio. Euro) ausgestattet. Inzwischen ist er nur noch Innenverteidiger Nummer fünf, für rund fünf Mio. Euro Ablöse würde der BVB ihn ziehen lassen – und dazu sieben Mio. Euro Gehalt einsparen. Um die Kadergröße zu reduzieren, dürfen auch Maximilian Philipp (25, Vertrag bis 2022, Gehalt: 3 Mio.) und Raphaël Guerreiro (25, Vertrag bis 2020, Gehalt: 3 Mio.) gehen. Zorc:

Wir können natürlich nicht mehr allen Profis eine Perspektive aufzeigen. Das haben wir den betreffenden Spielern erklärt.

Beide sind keine Großverdiener, sollen aber Ablöse bringen. Bei Philipp, den es wohl nach Russland zieht, sind bis zu 20 Mio. Euro im Gespräch, bei Guerreiro – PSG hat Interesse – 25 Millionen.

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