Watzke kündigt neuen Favre-Vertrag an

Autor : Sven Westerschulze | 07.02.2019

Der BVB-Boss will den Erfolgstrainer über 2020 hinaus halten. Der Schweizer geht derweil auf dem Weg zum Titel keinem Konflikt aus dem Weg.

Lucien Favre (61) steuert in seiner ersten Saison direkt auf den Meistertitel zu. Sieben Zähler Vorsprung nach 20 Spieltagen bedeuten: Zu 91 Prozent ist der BVB bereits Deutscher Meister! Nur zwei von 23 Vereinen reichte ein so dickes Punktepolster nicht zur Schale. Der Schweizer hat in Rekordzeit aus einer neu zusammengestellten Truppe einen Titelfavoriten geformt. Der Lohn: Der BVB will seinen Vertrag über 2020 hinaus verlängern!

„Es ist doch logisch, dass wir mit ihm demnächst über eine Vertragsverlängerung sprechen werden, weil er ganz einfach gute Arbeit macht. Die Zusammenarbeit ist hervorragend, deshalb wollen wir sie gerne fortsetzen“, kündigt Hans-Joachim Watzke (59) im Gespräch mit SPORT BILD an. Der Klub besitzt aktuell keine Option für eine automatische Verlängerung, der Trainer keine Ausstiegsklausel.

In 20 Ligaspielen kassierte die Borussia erst eine Niederlage, in der Champions League führte Favre das Team als Gruppensieger ins Achtelfinale. Und: Der BVB spielt unter dem sonst eher zurückhaltenden Coach wieder attraktiven Offensiv-Fußball, der die Fans begeistert. Watzke sagt: „Die Entwicklung unserer Mannschaft ist sehr gut. Das ist in erster Linie das Verdienst von Lucien.

Die Zusammenarbeit ist hervorragend, deshalb wollen wir sie fortsetzen

Watzke über Trainer Favre

Es gibt keinen Fahrplan, aber wir werden schon den richtigen Zeitpunkt für unsere Gespräche finden. Weder er noch wir setzen uns da unter Druck.“

Nach SPORT BILD-Infos wollen sich Watzke und Sportdirektor Michael Zorc (56) im nächsten Monat mit Favre und seinem Berater Reza Fazeli an einen Tisch setzen. Aktuell will der Trainer sich voll auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren, erst dann über seine Zukunft sprechen. Die Länderspielpause Ende März bietet die passende Gelegenheit.

Im Anschluss daran kommt es in München zum Gipfeltreffen mit dem FC Bayern (6. April). Dessen Niederlage in Leverkusen machte Dortmunds 1:1 in Frankfurt doppelt wertvoll. „Das ist ein Sieg“, rief Thomas Delaney (27) seinen Kollegen zu, als er mit erhobener Siegerfaust in die Kabine ging. Öffentlich wollte sich aber auch mit sieben Punkten Vorsprung noch kein Dortmunder zur greifbaren Meisterschaft äußern. Zorc betonte, angesprochen auf den Bayern-Patzer: „Lasst uns unsere Arbeit machen. Wir wissen schon, was wir tun.“

Das gilt natürlich auch für Favre. Ein Beleg: Ex-Kapitän Marcel Schmelzer (31) strich der Coach gegen Frankfurt aus dem Kader, obwohl mit Lukasz Piszczek (33) ein Außenverteidiger angeschlagen ins Spiel ging. Für den Titel macht Favre keine Kompromisse.

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