Watzke: Schalke versaut uns den Titel nicht!

Autor : Sven Westerschulze | 11.03.2020

An den schwa­chen Hin­run­den-Auf­tritt beim schmei­chel­haf­ten 0:0 auf Schalke denkt beim BVB kei­ner gerne zu­rück – die bit­tere Heimpleite aus der ver­gan­ge­nen Sai­son wür­den alle Dort­mun­der sogar am liebs­ten aus dem Ge­dächt­nis lö­schen.

Das 2:4 im Auf­re­ger-Derby (Feu­er­zeug-Wurf auf Sancho/Witz-El­fer für Schal­ke/Rote Kar­ten gegen Reus und Wolf) gegen ab­stiegs­be­drohte Schal­ker vier Spiel­tage vor Schluss kos­tete den BVB den Ti­tel, Bay­ern Mün­chen wurde mit zwei Punk­ten Vor­sprung Meis­ter. Jetzt kommt der S04 wie­der nach Dort­mund.

Vier Punkte lie­gen die Schwarz-Gel­ben hin­ter Spit­zen­rei­ter Bay­ern, gegen den un­ge­lieb­ten Nach­barn muss des­halb un­be­dingt ein Sieg her. BVB-Boss Hans-Joa­chim Watzke (60) rich­tet vor dem Derby in SPORT BILD einen kla­ren Meis­ter-Ap­pell an seine Pro­fis.

Watzke be­tont: „Es steht 1:1. Wir haben Schalke 2007 die Meis­ter­schaft ver­saut, sie uns in der ver­gan­ge­nen Sai­son. In die­sem Jahr dür­fen wir uns un­sere Ziele nicht im Derby ka­putt ma­chen las­sen!“

Der Boss weiß: Ein Sie­ben-Punkte-Rück­stand auf den Re­kord­meis­ter würde den vor­zei­ti­gen K. o. im Ti­tel­ren­nen be­deu­ten – aus­ge­rech­net in einer Pha­se, in der die Hoff­nun­gen auf die erste Meis­ter­schaft seit 2012 immer grö­ßer wer­den. Sie­ben von acht Rück­run­den­spie­len hat der BVB ge­won­nen, ist in der Ta­belle von Rang vier auf zwei ge­klet­tert. Mit Er­ling Haa­land (19) ist end­lich der Stür­mer­typ da, der in der ver­gan­ge­nen Sai­son so oft ver­misst wur­de. In acht Li­ga­spie­len traf das Juwel be­reits neun­mal. Aus­ge­rech­net die seit sie­ben Spie­len sieg­lo­sen Schal­ker könn­ten nun er­neut zum Spiel­ver­der­ber wer­den.

Par­al­le­len zur Vor­sai­son will Watzke aber trotz­dem nicht zie­hen: „Letzte Sai­son ver­lief un­sere Rück­runde pro­ble­ma­tisch, das ist jetzt an­ders. Die Mann­schaft hat durch die guten Er­geb­nisse eine Menge Selbst­ver­trauen und wirkt men­tal ge­fes­tig­ter als im Vor­jahr. Die Kör­per­spra­che auf dem Platz ist nach der Win­ter­pause eine an­de­re, ins­ge­samt weh­ren wir uns jetzt viel mehr. Das ist schon auf­fäl­lig und es ge­fällt mir.“

Mit­tel­feld­stra­tege Axel Wit­sel (31) be­stä­tigt nach dem 2:1 in Glad­bach: „Ich glau­be, dass so ein Spiel wie gegen Glad­bach im letz­ten Jahr noch schwie­ri­ger für uns war. Wir hät­ten Un­ent­schie­den ge­spielt oder ver­lo­ren. Was das an­geht, haben wir uns de­fi­ni­tiv ver­bes­ser­t.“

Großen An­teil daran hat Neu­zu­gang Emre Can (26). Wie sehr der Na­tio­nal­spie­ler nach nur sechs Wo­chen schon für den BVB brennt, be­wies er in Glad­bach. Ob­wohl Can beim Ab­schluss­trai­ning am Vor­tag krank­heits­be­dingt pas­sen muss­te, mel­dete er sich für die Par­tie fit und lie­ferte über 90 Mi­nu­ten seine nächste starke Vor­stel­lung ab. Der Mit­tel­feld-Ma­lo­cher ist aus der Mann­schaft nicht mehr weg­zu­den­ken. „Er ist ein Sie­ger­typ, der immer ge­win­nen will. Emre bringt uns Dy­na­mik, Kör­per­lich­keit und Ro­bust­heit, aber auch Fle­xi­bi­li­tät in ver­schie­de­nen Sys­te­men“, lobt Li­zenz­spiel-Lei­ter Se­bas­tian Kehl (40).

Auf dem Platz sorgt Can ge­mein­sam mit Wit­sel im Mit­tel­feld-Zen­trum für Sta­bi­li­tät, im Trai­ning steckt er seine Team­kol­le­gen mit sei­nem großen Wil­len an.

„Jetzt haben wir die rich­tige Ba­lance aus Künst­lern und Ar­bei­tern oder Leu­ten, die bei­des kön­nen“, sagt Ab­wehr­chef Mats Hum­mels (31) über die Win­ter­trans­fers von Er­ling Haa­land (19) und Can, der die Ar­bei­ter­frak­tion beim BVB ex­trem auf­ge­wer­tet hat. Beim Fight in Glad­bach wollte Lu­cien Favre (62) in der Star­telf nicht auf ihn ver­zich­ten. Den an­ge­schla­ge­nen Künst­ler, Jadon San­cho (19), ließ er da­ge­gen 66 Mi­nu­ten auf der Bank. San­cho sollte seine Ge­nia­li­tät ge­zielt ein­brin­gen -und tat es nur fünf Mi­nu­ten nach sei­ner Ein­wechs­lung bei der Vor­ar­beit zum Sieg­tref­fer von Achraf Ha­kimi (21). Es war sein 16. As­sist in die­ser Sai­son, dazu er­zielte der Flü­gel­stür­mer 14 Tref­fer selbst. Mit 30 Punk­ten ist er Tops­co­rer der Liga.

Kla­res Ziel: Im Derby nach­le­gen -und den Meis­ter-Ap­pell von Watzke be­fol­gen!

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