Alassane Plea: Seine Waffe hat er von Favre

Autor : Axel-Patrick Hesse, Sven Westerschulze | 23.01.2019

Gladbachs Torjäger trifft am besten mit seinem Diagonal-Schuss. Den brachte ihm der heutige BVB-Trainer bei.

Alassane Plea (25) hat einen ganz eigenen Maßstab für seine Leistung. Nicht die Anzahl der Tore habe höchste Priorität. „Es ist wichtig, entscheidend zu sein“, sagt der Gladbach-Torjäger. So wie beim Sieg in Leverkusen (1:0). Der Franzose war kaum zu -sehen. „Aber wenn man eine Chance hat“, sagt er, dann müsse man die eben auch nutzen. Einmal war er frei. Tor, Sieg, Kurs Champions-League. 

Plea hat in dieser Saison fünfmal den Treffer zum 1:0 erzielt. Fast alle seine Tore führten zu Punkten. Ganz besonders erfolgreich ist er mit seinem Diagonal-Trick. Es ist Pleas größte Waffe. Und die hat er vom heutigen Dortmunder Trainer Lucien Favre (61), der in den vergangenen beiden Jahren sein Coach war.

Plea sagt zu SPORT BILD:

Das habe ich in Nizza unter Lucien Favre trainiert

Der Schweizer Trainer ließ Mittelstürmer Plea häufig auf der Außenbahn angreifen, so wie es Gladbachs Trainer Dieter Hecking (54) jetzt auch macht. Dem gefiel die Flexibilität und Torgefahr von außen bereits beim Scouting vor über einem Jahr extrem gut.

Favre hatte Plea angewiesen, auch dann den Weg zum Tor und den Abschluss zu suchen, wenn er von der rechten oder linken Seite in den Strafraum geht. Für Gladbach erzielte er jetzt bereits sein sechstes Bundesliga-Tor auf diese Weise. In Leverkusen traf er von der rechten Seite ins lange Eck.

Die Waffe Diagonal-Schuss ist seit Robben gefürchtet

Dass der Ball diagonal durch den Strafraum zischt und hinten im Tor einschlägt, ist so typisch für Plea, wie es die Tore von Arjen Robben (35) sind, wenn er von rechts kommt, nach innen geht und mit links abzieht. 

Unterschied nur: Plea kann es von beiden Seiten und sowohl mit dem rechten als auch dem linken Fuß!

Dass seine Schüsse immer präziser werden und die Erfolgsquote sehr hoch ist, liegt an Hecking. Er führte die Favre-Idee ganz konsequent fort. Plea sagt: „Wir üben das sehr viel im Training. Der Trainer legt großen Wert darauf.“ Die Aktionen des französischen Nationalspielers sind kaum zu verteidigen. Auch wenn ihm die Besten der Liga gegenüberstehen. 

Selbst gegen den FC Bayern hatte Plea mit seinem Diagonal-Schuss getroffen. Er lässt sich den Ball in den Lauf spielen und zieht teilweise direkt oder nach dem zweiten Ballkontakt ab. Meist genügt es ihm, einmal nach oben zu schauen, um das lange Eck ins Visier zu nehmen.

Ich möchte der Mannschaft so gut wie möglich helfen

Das gelingt dem teuersten Spieler der Klubgeschichte (23 Millionen Euro) sehr gut. 37 Treffer hat Borussia in dieser Saison erzielt. Auch da liegt Gladbach hinter Dortmund (45) und Bayern (39) auf Platz drei. 

Die Champions League kommt für Borussia Mönchengladbach und Plea immer näher. Der Vorsprung auf Platz fünf beträgt schon sechs Punkte.

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