Bevor Borussia neue Stars holt, kümmert sich der Klub erst um die eigenen Spieler

Autor : Sven Westerschulze | 01.04.2020

Die Glad­ba­cher Pro­fis waren vor zwei Wo­chen die ers­ten in der Bun­des­li­ga, die sich wegen der Co­rona-Krise zu einem Ge­halts­ver­zicht be­reit er­klärt hat­ten. Ma­na­ger Max Eberl (46) sprach von einem „groß­ar­ti­gen Zei­chen“ und ver­band es – wie SPORT BILD er­fuhr -mit einem Ver­spre­chen an seine Spie­ler, die zu 15 Pro­zent Ein­bu­ßen be­reit wa­ren.

Eberls Bot­schaft: Bevor Bo­rus­sia im Som­mer Mil­lio­nen­ab­lö­sen für neue Stars zahlt, den­ken wir an euch!

Be­deu­tet: Kas­siert der Klub bei Fort­set­zung der Sai­son die der­zeit feh­len­den TV-Gel­der doch noch, wird den ak­tu­ell unter Ver­trag ste­hen­den Pro­fis die nach­träg­li­che Aus­zah­lung ihrer zu­rück­ge­hal­te­nen Ge­häl­ter an­ge­bo­ten. Die Spie­ler kön­nen dann selbst über An­nahme oder Ver­zicht ent­schei­den.

Nach wie vor ist un­klar, ob und wie die lau­fende Spiel­zeit be­en­det wird. Klar ist da­ge­gen, dass sich die Glad­ba­cher Trans­fer­pläne für die neue Sai­son nur noch schwer um­set­zen las­sen wer­den. Trai­ner Marco Rose (43) hatte zu­letzt ge­sagt:

„Na­tür­lich ma­chen wir uns Ge­dan­ken über Ver­än­de­run­gen im Som­mer, um uns punk­tu­ell zu ver­stär­ken.“ Jetzt muss der Coach neu den­ken -und gleich meh­rere Sze­na­rien durch­spie­len. Fakt ist: An teure Trans­fers denkt er der­zeit nicht. Auch Rose und sein Trai­ner­team ver­zich­ten frei­wil­lig auf Ge­halt.

Ver­gan­ge­nes Jahr kam er von RB Salz­burg nach Glad­bach. Sein Plan: Den Kader kon­se­quent auf sei­nen Stil aus­rich­ten. Ball­be­sitz ge­paart mit Power-Pres­sing und schnel­lem Um­schal­ten. Auf Mar­cus Thu­ram (22), Breel Em­bolo (23), Ste­fan Lai­ner (27) und Ramy Bensebaini (24) soll­ten die­sen Som­mer wei­tere Zu­gänge fol­gen. Ei­gent­lich in allen Mann­schafts­tei­len. Ein Trans­fer von Ver­tei­di­ger Ma­lang Sarr (21/OGC Niz­za), um den Bo­rus­sia be­reits im Som­mer buhl­te, ist in­zwi­schen in weite Ferne ge­rückt. Als Links­fuß, der so­wohl In­nen- als auch Au­ßen­ver­tei­di­ger spie­len kann, passt der fran­zö­si­sche U-Na­tio­nal­spie­ler zwar her­vor­ra­gend ins ge­suchte Pro­fil.

Jetzt wird al­ler­dings immer wahr­schein­li­cher, dass Links­ver­tei­di­ger Oscar Wendt (34/­seit 2011 in Glad­bach) sei­nen aus­lau­fen­den Ver­trag noch ein­mal um ein Jahr ver­län­gert. Dazu kehrt mit Jor­dan Beyer (19) ein wei­te­rer Ver­tei­di­ger nach sei­ner Leihe zu­rück.

Auch in der Of­fen­sive hat­ten sie kon­krete Vor­stel­lun­gen. Ein dy­na­mi­scher und pres­sing­star­ker Mit­tel­feld­spie­ler, der bei der Um­set­zung von Roses 4-1-2-1-2-Lieb­lings­sys­tem hel­fen soll­te, und ein schnel­ler Stür­mer mit di­rek­tem Zug zum Tor waren an­ge­dacht. Wie viel Geld Glad­bach wirk­lich in­ves­tie­ren kann, ist aber un­klar. Eberl und Rose den­ken um: Eine Op­tion ist es, sich auf ab­lö­se­freie Pro­fis zu kon­zen­trie­ren. Eine an­de­re, sich mit ex­trem va­ria­blen Spie­lern, die meh­rere Po­si­tio­nen aus­fül­len kön­nen, zu be­schäf­ti­gen. Mit einem Trans­fer könn­ten so zwei Po­si­tio­nen ab­ge­deckt wer­den.

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