Bevor Stars kommen, zahlt Eberl die Gehälter zurück

Autor : Sven Westerschulze | 17.06.2020

Die erste Spiel­ab­sage wegen der Co­rona-Krise lag noch keine Woche zu­rück, da hatte Max Eberl (46) schon eine Lö­sung mit sei­ner Mann­schaft ge­fun­den. Mitte März ei­nigte sich Glad­bachs Sport­chef mit den Spie­lern auf eine Ge­halts­stun­dung. Auf 20 Pro­zent würden die Stars vor­erst ver­zich­ten.

Was Eberl der Mann­schaft zudem in den Ge­sprä­chen ver­mit­tel­te: Bevor neue Stars für Mil­lio­nen­sum­men ge­kauft wer­den, wür­den die ei­ge­nen Spie­ler ihre ge­stun­de­ten Ge­häl­ter er­hal­ten. Auch das ist ein Grund, warum in Mön­chen­glad­bach wenig über große Namen von Spie­lern dis­ku­tiert wird, die zur nächs­ten Sai­son kom­men könn­ten. Eberl ist es wich­tig, die ei­gene Mann­schaft zu­sam­men­zu­hal­ten – auch emo­tio­nal.

Ge­halts­dis­kus­sio­nen, wie sie durch die Aus­sage von Tho­mas Mül­ler (30) zu an­ge­dach­ten Mega-Trans­fers beim FC Bay­ern aus­ge­löst wur­den, über­ra­schen Eberl nicht. In sei­nem Klub will er sie nicht haben und han­delt sen­si­bel.

Glad­bach soll für Werte wie Ver­trau­en, Nach­hal­tig­keit und Zu­sam­men­halt ste­hen.

In Zei­ten von Co­rona noch mehr. „Die an­ge­spro­che­nen Werte haben bei uns nicht erst jetzt in der Krise an Be­deu­tung ge­won­nen“, sagt Eberl. „Sie sind Be­stand­teil un­se­rer täg­li­chen Ar­beit, und der dar­aus ent­stan­dene Zu­sam­men­halt wird uns hel­fen, auch diese schwie­rige Zeit zu über­ste­hen.“

Spie­ler wie Pa­trick Herr­mann (29) er­wä­gen so­gar, auf das ge­stun­dete Ge­halt kom­plett zu ver­zich­ten. Sie sind über­zeugt, dass Eberl das Geld nicht ein­fach in den nächs­ten Trans­fer pumpt, son­dern auf alle Mit­ar­bei­ter im Klub ach­tet. Der Ma­na­ger be­rei­tet zwar Er­gän­zun­gen und Ver­stär­kun­gen für den Kader vor. Wahr­schein­lich ist aber, dass grö­ßere Ab­lö­sen nur beim Er­rei­chen der Cham­pi­ons League mög­lich sind – oder wenn es Ver­käufe gibt.

Ge­sucht wird u.a ein Links­fuß für die De­fen­sive bzw. die Au­ßen­bahn. Zu den Kan­di­da­ten in Glad­bach zählt Augs­burgs Phil­ipp Max (26), der im nahen Vier­sen ge­bo­ren wur­de. An ihm war Bo­rus­sia schon im ver­gan­ge­nen Som­mer in­ter­es­siert. Sein Ver­trag gilt bis 2022. Frag­lich ist, ob Augs­burg ihn für einen ein­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag zie­hen las­sen würde – FCA-Ma­na­ger Ste­fan Reu­ter (53) gilt als einer der här­tes­ten Ver­hand­lungs­part­ner der Liga.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Änderungen können Sie in ihren Browsereinstellungen vornehmen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Datenschutz & Cookies
Weiter