Rose hält sein Power-Versprechen!

Autor : Axel-Patrick Hesse, Sven Westerschulze | 09.10.2019

Gladbach ist erstmals seit acht Jahren wieder Spitzenreiter – dank des neuen Trainers!

Das sind die Zah­len, die sich Max Eberl (46) sehn­lichst ge­wünscht hat­te: Drei Kon­ter­tore hat Glad­bach in den ers­ten sie­ben Spie­len er­zielt, keine Mann­schaft der Bun­des­liga mehr. 214 Zwei­kämpfe führ­ten die Bo­rus­sia-Pro­fis diese Sai­son im Schnitt pro Spiel. Mit die meis­ten der Liga. Im Vor­jahr waren es 179 – die wenigs­ten der 18 Klubs. Al­lein diese Ver­glei­che zei­gen dem Ma­na­ger, dass sein Plan auf­geht.

Mit Rose legt Gladbach den besten Saisonstart seit 43 Jahren hin

 

Im Früh­jahr hatte er sich zum Trainer­wech­sel ent­schie­den, Marco Rose (43) für drei Mil­lio­nen Euro Ab­löse von RB Salz­burg ver­pflich­tet und Die­ter Hecking (55) trotz Platz fünf ge­op­fert. Eberl wollte einen an­de­ren Fuß­ball. Den ver­sprach ihm Rose. Und hält Wort. Eberl: „Die Mann­schaft merkt jetzt, dass die Dinge funk­tio­nie­ren, die der Trai­ner und sein Stab vor­ge­ben.“

Glad­bach lie­fert er­folg­rei­chen Power-Fuß­ball im 4-4-2-Sys­tem mit Raute im Mittel­feld statt 4-3-3. Nach dem 5:1 gegen Augs­burg sind die Rhein­län­der Ta­bel­len­füh­rer mit 16 Punk­ten nach sie­ben Spie­len. Der beste Start seit 43 Jah­ren.

Die Ar­beit trägt schon gute Früch­te, am Ende der Ent­wick­lung sind wir aber noch nicht.

Bo­rus­sias Welt­meis­ter Chri­stoph Kra­mer (28) sag­t: „Wenn man die Par­al­lele zur letz­ten Sai­son zieht: Da haben wir uns re­la­tiv tief fal­len las­sen und aus einer ab­war­ten­den Hal­tung ge­spielt. Jetzt ste­hen wir hö­her, das er­for­dert na­tür­lich eine grö­ßere In­ten­si­tät, viele Sprint­s.“ Unter Rose ist Kra­mer eine feste Größe im Mit­tel­feld ge­wor­den. Der Stil des neuen Trai­ners kommt nicht nur bei ihm gut an. Kra­mer sagt: „Die Mann­schaft fühlt sich wohl da­mit, wir set­zen es gut um und be­we­gen uns immer mehr in die rich­tige Rich­tung. Die Ar­beit trägt schon gute Früch­te, am Ende der Ent­wick­lung sind wir aber noch nicht.“

Wie von Rose an­ge­kün­digt, spielt die Mann­schaft nun mit einer hö­he­ren In­ten­si­tät. Aus Ball­be­sitz-Fuß­ball ist Tem­po­spiel ge­wor­den. Alle Da­ten, die die Geschwin­dig­keit be­le­gen, sind nun bes­ser. Bei den in­ten­si­ven Läu­fen (649 statt 625 pro Spiel) liegt die Mann­schaft auf Platz zehn statt 18. Bei den Sprints (205 pro Spiel statt 192) ging es eben­falls rauf.

Rose sagt: „Ich bin auf eine Mann­schaft ge­trof­fen, die sehr offen für alles ist. Man er­kennt eine Ent­wick­lung, und der Pro­zess ist noch nicht am En­de.“ Aber ihm ist auch klar: „Wir wis­sen, dass wir in einem Be­reich ar­bei­ten, in dem Er­geb­nisse ab­ge­fragt wer­den.“

[…] der Fuß­ball wird bes­ser. Wir schal­ten schnell um, er­spie­len uns Tor­chan­cen.

Zu­letzt gab es vier Siege in Fol­ge, u. a. in den Der­bys in Köln und gegen Düs­sel­dorf. Das sorgt für Selbst­ver­trau­en. Mit­tel­feld­spie­ler Flo­rian Neu­haus (22): „Es wird von Spiel zu Spiel bes­ser. Wir mer­ken schon im Trai­ning, dass wir mar­schie­ren kön­nen. Wir ler­nen, un­sere Kräfte rich­tig ein­zu­tei­len, haben das Sys­tem ver­in­ner­licht, und der Fuß­ball wird bes­ser. Wir schal­ten schnell um, er­spie­len uns Tor­chan­cen.“ Die nutzt Glad­bach jetzt auch bes­ser. Jeder 7. Schuss führt zum Tor. Letzte Sai­son waren noch neun Ver­su­che nö­tig.

649 intensive Läufe absolvieren Gladbachs Stars pro Spiel unter Trainer Rose. Vergangene Saison waren es nur 625 und damit die wenigsten der Liga.

3 Konter-Tore erzielte Gladbach in den ersten sieben Spielen der Saison, keine Mannschaft mehr. In der gesamten letzten Saison gelangen nur vier Treffer nach Kontern.

214 Zweikämpfe bestreitet Gladbach diese Saison pro Spiel. Ein Topwert nach Platz 18 im Vorjahr mit 179 direkten Duellen.

Rose wirkt.

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