Thuram erklärt seinen Fahnen-Jubel

Autor : Sven Westerschulze | 06.11.2019

Die Gladbach-Fans träumen vom Titel. Der Stürmer spricht über den neuen Borussia-Boom

Eine Ak­tion ge­nügte Mar­cus Thu­ram (22), um sich in die Her­zen der Glad­ba­cher Fans zu ka­ta­pul­tie­ren. Inzwischen ist sein ver­rück­ter Fah­nen-Tanz nach dem 1:0-Der­by­sieg in Köln sogar zum fes­ten Sie­ges­ri­tual bei Bo­rus­sia ge­wor­den. Sind drei Punkte im Sack, hängt Thu­ram sein Tri­kot an der Eck­fahne auf – und tanzt mit ihr vor der Fan-Kur­ve.

In den vergangenen sechs Ligaspielen war Thuram an neun Treffern beteiligt

 

Ver­gan­ge­nen Sams­tag setzte Thu­ram wie­der ein­mal zum Tänz­chen an. Am 2:1-Er­folg in Le­ver­ku­sen hatte er mit einem Tor und einer Vor­lage zuvor ent­schei­den­den An­teil – es war der sechste Sieg aus den ver­gan­ge­nen sie­ben Spie­len. Jetzt steht Glad­bach mit drei Punk­ten Vorsprung an der Ta­bel­len­spitze – und mit Thu­rams Tanz sind bei den Bo­rus­sia-Fans inzwischen erste Meis­ter­träume ver­bun­den.

Man hat mir er­klärt, dass un­se­ren Fans un­sere Fah­nen sehr wich­tig sin­d

sagt der Fran­zose über die Ent­ste­hung sei­nes Ju­bels. „Und als wir dann in Köln ge­won­nen ha­ben, habe ich die Köl­ner Fahne von der Eck­stange ge­nom­men und mein Tri­kot drü­ber­ge­hängt. So bin ich dann durch das Sta­dion ge­lau­fen.“

Zum drit­ten Mal hat Bo­rus­sia die Ta­bel­len­füh­rung nun er­folg­reich ver­tei­digt. Ab­wehr­chef Matt­hias Gin­ter (25) sagt selbst­be­wusst: „Wir sind si­cher keine Ein­tags­fliege mehr.“ Mit fünf Tref­fern hat Thu­ram großen An­teil am Glad­ba­cher Hö­hen­flug. Al­lein in den ver­gan­ge­nen sechs Li­ga­spie­len war er an neun Tref­fern be­tei­ligt.

Beim letz­ten Heim­sieg gegen Frank­furt (4:2) stülpte der U19-Eu­ro­pa­meis­ter von 2016 das Tri­kot von Lars Stindl (31) über die Eck­fah­nen-­Stange und zog vor die Nord­kur­ve. Der lange ver­letzte An­grei­fer war in der Par­tie zum ers­ten Mal nach sei­nem Schien­bein­bruch wie­der im Bo­rus­sia-Park auf­ge­lau­fen. Thu­ram wür­digte das Co­me­back des Ka­pi­täns auf be­son­dere Wei­se. „Nach dem Spiel kam Mar­cus zu mir und sag­te, ich solle ihm mein Tri­kot ge­ben“, sagt Stindl. Kurz dar­auf war es die Glad­ba­cher Sie­ges­fah­ne.

Meine Mission ist es, der Mannschaft zu helfen

„Mar­cus ist ein sehr of­fe­ner Typ, su­per­po­si­tiv und lacht sehr viel. Er tut der Ka­bine gut, er tut der Mann­schaft gut. Wir haben nicht nur als Fuß­bal­ler einen guten Griff ge­tan, son­dern auch als Typ“, sagt Ma­na­ger Max Eberl (46) über den ex­tro­ver­tier­ten Fran­zo­sen, der auch mit bun­ten Un­ter­ho­sen über­rascht.

„Meine Mission ist es, der Mann­schaft zu hel­fen“, sagt Thu­ram, der Sohn der fran­zö­si­schen Fuß­ball-Le­gende Li­lian Thu­ram (47). Mehr als 30mal be­ob­ach­te­ten Bo­rus­sia-Scouts Thuram vor des­sen Ver­pflich­tung – zum ers­ten Mal be­reits 2015. Kon­kret wurde es dann im Som­mer. Bei einem Tref­fen in Paris über­zeug­ten Eberl, Trai­ner Marco Rose (43) und Scou­ting­di­rek­tor Stef­fen Ko­rell (48) den Welt­meis­ter-Sohn von einem Wech­sel. Auch sie dürf­ten in­zwi­schen an sei­nem Fah­nen-Tanz Ge­fal­len ge­fun­den ha­ben…

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