Mönchengladbach lehnte Barça-Anfrage für Plea ab

Autor : Sven Westerschulze | 25.03.2020

Auf Alassane Plea (27) ver­zich­tet Marco Rose (43) fast nie. Bei 22 von 25 Li­ga­spie­len war der Fran­zose fit, 20-mal stand er in der Star­telf. Kei­ner er­zielte mehr Tore (acht), kei­ner be­rei­tete mehr vor (acht).

Seine Top­leis­tun­gen haben sich rum­ge­spro­chen – bis zum FC Bar­ce­lo­na.

Wie SPORT BILD er­fuhr, er­kun­dig­ten sich die Ka­ta­la­nen im Win­ter über einen Mit­tels­mann nach einem Blitz­trans­fer des Tor­jä­gers. Durch die lang­fris­ti­gen Aus­fälle von Su­per­star Luis Suárez (33) und dem Ex-Dort­mun­der Ous­mane Dem­bélé (22) brauchte Barça Ende Ja­nuar drin­gend Er­satz. Eine Ab­löse zwi­schen 40 und 50 Mil­lio­nen Euro wurde Max Eberl (46) in Aus­sicht ge­stellt, sollte Glad­bach seinen Top-Knip­ser zie­hen las­sen. Der Ma­na­ger wie gelte aber gleich ab.

Zum einen, weil Plea viel zu wich­tig für die greif­bare Cham­pi­ons-League-Qualifi­ka­tion ist, zum an­de­ren, weil Eberl we­nige Tage vor Schlie­ßung des Trans­ferfens­ters kei­nen ad­äqua­ten Er­satz mehr für den Angrei­fer ge­fun­den hät­te. Zu kon­kre­ten Ge­sprä­chen mit Barça-Ver­ant­wort­li­chen kam es des­halb nicht.

Die Ka­ta­la­nen fan­den ihre Of­fen­siv-Ver­stär­kung erst am 20. Fe­bruar – dank einer Son­der­re­ge­lung inner­halb der spa­ni­schen Li ga, nach der ein Klub bei lang­fris­ti­gen Aus­fäl­len auch nach Ende der Trans­fer­pe­ri­ode am 31. Ja­nuar einen Spie­ler verpflich­ten darf, wech­selte Mar­tin Braithwaite (28/CD Le­ganés) zu Barça.

Für Plea, der im Som­mer 2018 für 23 Mio. Euro von OGC Nizza kam, gab es schon ein Jahr zuvor großes In­ter­es­se.

Da­lian Yi­f­ang wollte den fran­zö­si­schen Na­tio­nal­spie­ler im Ja­nuar 2019 für 50 Mio. Euro nach China lo­cken. Eine Klub-De­le­ga­tion war da­mals sogar zu Gast in Glad­bach. Eberl lehnte die Of­ferte ab und er­klärte spä­ter: „Es macht kei­nen Sinn, dass ich einen Stür­mer, der zehn Tore schießt, nur für ein hal­bes Jahr hole und ihn dann für viel Geld ver­kau­fe. Ich bin Sport­di­rek­tor und auf den sport­li­chen Er­folg mehr fi­xiert als auf die Mil­lio­nen, die es viel­leicht gä­be.“

So kann Plea nun mit­hel­fen, dass Bo­rus­sia die Cham­pi­ons-League-Quali schafft. Der Klub liegt auf Platz vier, hat zwei Punkte Vor­sprung auf Bayer Le­ver­ku­sen.

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