Plea, Embolo und Thuram sorgen für Offensivpower in Gladbach

Autor : Sven Westerschulze | 18.09.2019

Frank­furts „Büf­fel­her­de“ ver­zückte ver­gan­gene Sai­son Fuß­ball-​Deutsch­land. 57 Tore er­ziel­ten Luka Jovic (21/27 Tref­fer), Sé­bas­tien Hal­ler (25/ 20) und Ante Rebic (25/ 10) wett­be­werbs­über­grei­fend. Den Spitz­na­men ver­dien­ten sie sich durch Ro­bust­heit und An­griffs­pres­sing.

In Glad­bach ent­steht ge­rade ein neues Turbo-​Trio. Bei Bo­rus­sia sor­gen Mar­cus Thu­ram (22), Breel Em­bolo (22) und Alassane Plea (26) für eine ähn­li­che An­griffs­wucht. Wäh­rend Thu­ram die Foh­len beim 1:0-​Sieg in Sand­hau­sen im DFB-​Po­kal eine Runde wei­ter schoss, sind Plea und Em­bolo mit je­weils zwei Tref­fern für vier der fünf Glad­ba­cher Sai­son­tore ver­ant­wort­lich. Am Sams­tag stieg der Fran­zo­se, ver­gan­gene Sai­son mit zwölf Tref­fern Bo­rus­sias Top-​Schüt­ze, mit sei­nem Tor beim 1:0-​Sieg in Köln zum Der­by­hel­den auf.

Was die Power-​Trios eint: Beide Trai­ner pfle­gen einen ähn­li­chen Spiel­stil. Ge­prägt von ihrer Ver­gan­gen­heit, ge­prägt von RB. Als Frank­furts Coach Adi Hüt­ter (49) für das Pro­fi­team in Salz­burg ver­ant­wort­lich war (2014/15), trai­nierte der neue Glad­bach-​Coach Marco Rose (43) die U16 des Red-​Bull-​Klubs. Er über­nahm 2017 den Chef­trai­ner-​Pos­ten in Salz­burg.

Als SPORT BILD Em­bolo auf die drei Ex-​Frank­fur­ter an­spricht, nickt er:

Die haben das über­ra­gend ge­macht. Und man hat ge­se­hen, wo ihr Zu­sam­men­spiel Frank­furt hin­ge­führt hat.

Die Ein­tracht kam ins Eu­ropa-​League-​Halb­fi­na­le, schei­terte am spä­te­ren Sie­ger Chel­sea erst im Elf­me­ter­schie­ßen. Em­bo­lo:“Wir wür­den uns nicht da­ge­gen weh­ren, wenn es für uns ge­nauso läuft. Aber bis dahin war­tet noch jede Menge Ar­beit, die Sai­son wird sehr lang.“

Der Schwei­zer kam genau wie Thu­ram neu nach Glad­bach, Ma­na­ger Max Eberl (45) hatte die Of­fen­sivspie­ler schon län­ger auf dem Zet­tel. Beide pas­sen per­fekt in den Plan von Neu-​Trai­ner Rose, der den Geg­ner schon am ei­ge­nen Straf­raum unter Druck set­zen will. „Wir set­zen auf schnel­les Um­schal­ten und Bälle in die Tie­fe. Dazu brau­chen wir vorn Spie­ler mit der Dy­na­mik, diese Wege zu ge­hen“, er­klärt sein Co-​Trai­ner Alex­an­der Zick­ler (45). Wenn Rose „tief“ über den Trai­nings­platz schreit, weiß Thu­ram (22), was zu tun ist: Er sucht den di­rek­ten Weg zum Tor. Der Ruf des Trai­ners ist das erste deut­sche Wort, das sich beim Fran­zo­sen ein­ge­brannt hat.

Wir ach­ten im Trai­ning auf­ein­an­der, gu­cken, wel­che Lauf­wege der an­dere macht und wie er sich beim Ab­schluss po­si­tio­nier­t,

ver­rät Em­bo­lo. „Ich glau­be, dass unser Zu­sam­men­spiel von Woche zu Woche bes­ser wird. Aber wir haben immer noch Luft nach oben.“

Wie Jo­vic, Rebic und Hal­ler spre­chen die drei Glad­ba­cher mit­ein­an­der kein Deutsch. Alles wird auf Fran­zö­sisch ge­re­gelt. Auch ihre Ex­plo­si­vi­tät er­in­nert an das Ein­tracht-​Trio. Zick­ler sagt: „Vor allem Mar­cus und Breel kom­men ex­trem über ihre Dy­na­mik. Aber auch Lasso (Plea; d. Red.) bringt eine ge­wisse Ro­bust­heit mit. Sie kön­nen uns noch rich­tig Freude ma­chen.“

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