Taktik-Alarm: Profis können noch keinen Rose-Fußball

Autor : Sven Westerschulze | 07.08.2019

Aktiv pressen, um den Gegner zu stressen – so will Marco Rose (42) mit Borussia in dieser Saison erfolgreich sein. Doch vor dem ersten Pflichtspiel am Freitag im DFB-Pokal gegen Sandhausen hat Gladbachs neuer Trainer ein Problem: Die Spieler verstehen ihn nicht.

Die lange auf Ballbesitz getrimmten Gladbacher tun sich mit der neuen Spielidee und der Umsetzung des Umschalt-spiels schwer.

Das ist etwas Neues für die Jungs. Wir müssen daran arbeiten, dass wir das durchziehen können. Ich habe keine Ahnung, wie lange das dauert, wie lange das dauern darf. Es gibt keinen Plan. Es sind Menschen,

sagte Rose nach dem 2:2 gegen Chelsea. Dabei verspielte Borussia eine 2:0-Führung, nur Torwart Yann Sommer (30) verhinderte eine Pleite. Schon nach dem 0:2 gegen Athletic Bilbao in der Vorwoche sprach Rose Klartext: „Dass wir inhaltlich noch einige Sachen abzuarbeiten haben, sieht wohl jeder. Es müssen sich einige Gewohnheiten in dieser Mannschaft ändern.“

Die Spieler wissen, dass sie Roses Ideen noch nicht richtig umsetzen. „Bei uns ist noch nicht alles bei 100 Prozent. Daran arbeiten wir. Wir müssen es noch hinbekommen, dass wir alle auf dem Platz in die gleiche Richtung denken. Dann kann das mit dem neuen System eine gute Sache werden“, sagt Florian Neuhaus (22).

Im 4-1-2-1-2 ist Kompaktheit wichtig, im Gladbacher Spiel sind die Abstände aber zu groß– besonders in der Rückwärtsbewegung bekommt das Team Probleme. Was fehlt, ist die Aggressivität. Rose fordert:

Wir müssen lauter werden. Wir müssen uns mehr unterstützen. Wir müssen unangenehmer werden. Wir müssen uns mehr wehren. Wir müssen in den Zweikämpfen draufpacken. Fertig! Aus!

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