Winter-Wahnsinn bei Abwehrtalent Reece Oxford
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Winter-Wahnsinn bei Abwehrtalent Reece Oxford. Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Winter-Wahnsinn bei Abwehrtalent Reece Oxford

Ochsentour beendet

Dass die meisten Premier-League-Klubs mit ihren vielen Millionen sorglos umgehen, ist kein Geheimnis.

Überraschend ist, dass sie bei ihren Top-Talenten ähnlich handeln. Jüngstes Beispiel: Reece Oxford (19). Für Gladbachs Leihspieler war der Winter eine Ochsentour!

Am 29. Dezember beorderte sein Stammverein West Ham United den seit Saisonbeginn an die Borussia ausgeliehenen Youngster plötzlich zurück nach London, um ihn am 31. Januar doch wieder zurück nach Gladbach ziehen zu lassen.

Obwohl der junge Innenverteidiger am Samstag gegen Leipzig (0:1) 90 Minuten auf der Bank saß, ist er froh, wieder hier zu sein: „Ich war sehr ungeduldig. Ich wollte unbedingt zu Borussia zurückkommen. Jetzt bin ich wieder da, und es fühlt sich richtig gut an.“

Denn in Gladbach ist er Teammitglied, bei den Hammers war er mehr ein Transferobjekt. „Wir hätten Reece am liebsten schon am 3. Januar wieder zurückgeholt, aber da hat West Ham leider nicht mitgespielt“, sagt Manager Max Eberl (44). Obwohl Oxford bei West Ham sportlich keine Rolle spielte, zögerte der Klub seine Rückkehr nach Gladbach hinaus und hielt sich am Ende auch nicht an Absprachen mit der Borussia.

„Erst sollte er nach der Partie im FA-Cup (27. Januar; d. Red.) zurückkommen, dann doch noch in der Liga spielen“, bestätigt Eberl gegenüber SPORT BILD. „Aber das war das Recht der Verantwortlichen von West Ham, Reece war noch ihr Spieler. Wir mussten alle Entscheidungen akzeptieren.“

Gegen Crystal Palace wurde Oxford am 30. Januar sogar noch eingewechselt, ehe in der Nacht und tags darauf die Drähte zwischen London und Gladbach glühten. Wenigstens der Umzugsstress blieb ihm erspart. Seine Sachen hatte Oxford im Dezember in Gladbach gelassen.