Havertz und Gündogan kämpfen um die Spielmacher-Position

Autor : Tobias Altschäffl | 04.09.2019

Vor dem Klassiker gegen Holland am Freitag in Hamburg hat Jogi Löw (59) ein Luxus-Problem: Wer bildet das Herz der Mannschaft?

Zwei Spieler stehen zur Auswahl. Der eine traf im August eine Entscheidung für seine Zukunft. Der andere ist die heißeste Aktie auf dem deutschen Transfermarkt. Auf der Position des Spielgestalters heißt es: Ilkay Gündogan (28) gegen Kai Havertz (20).

Am 9. August verlängerte Gündogan bei Manchester City seinen Vertrag bis 2023. Dabei sagte er nach SPORT  BILD-Informationen Top-Klubs ab: Von Paris, Juve und Inter gab es konkrete Angebote, zudem zwei Anfragen aus Spanien. Gündogan fühlt sich in Manchester wohl, das Verhältnis zu Pep Guardiola (48) ist exzellent.

Gündogan (Marktwert bei transfermarkt.de: 50 Mio.) machte vergangene Saison 50 Pflichtspiele für City. Löw setzte in den vergangenen Spielen auf Gündogan, unter anderem brillierte er beim 8:0 gegen Estland in Mainz.

Doch da ist ja noch das Super-Talent des deutschen Fußballs, der Mann,  dem Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (58) zutraut, „der nächste deutsche Weltfußballer“ zu werden: Kai Havertz. Anders als bei Gündogan ist die Zukunft des Leverkusener Juwels völlig offen.

Alle Top-Vereine klopften bei Beratern von Havertz (Marktwert bei transfermarkt.de: 90 Mio.) in den vergangenen Monaten an.

Bayern befindet sich in aussichtsreicher Position. Havertz soll nächsten Sommer mindestens 100 Millionen Euro kosten, wäre dann mit Abstand teuerster deutscher Spieler aller Zeiten. Allerdings will er nur wechseln, wenn ihm die Bayern einen klaren Plan aufzeigen können, wie sie zurück an Europas Spitze kommen wollen. Wie sehen die Überlegungen von Löw aus?

Kai Havertz wird wahrscheinlich der Spieler der nächsten Jahre sein,

schwärmt der Bundestrainer: „Er ist jetzt gleich wieder gut gestartet.“ Havertz traf bereits in Liga und Pokal.  Gündogan steht bei Löw aber ebenso hoch im Kurs: „Ilkay hat sich bei der Nationalmannschaft in den letzten Spielen sehr positiv gezeigt.“ Die Lösung mit Gündogan wäre eine für mehr Kontrolle, er könnte mit Kroos und Kimmich hinter sich ein kompaktes Mittelfeld bilden.

Havertz entwickelt dagegen mehr Offensivdrang. Lautet die Lösung: Gündogan gegen Holland, Havertz in Nordirland? Oder lässt Löw sogar beide ran und spielt mit der Kraft der zwei Herzen? Bei einem Rückstand gegen Holland oder gegen den kleineren Gegner Nordirland nicht ausgeschlossen.

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