Alles spricht für Bayern-Hattrick dahoam

Autor : Dirk Schlickmann | 06.05.2020

Als ein­zige deut­sche Liga außer dem Fuß­ball will die Bas­ket­ball-Bun­des­liga (BBL) ihre Sai­son fort­set­zen. Die Lö­sung ist ein Fi­nal­tur­nier in einer Halle ohne Zu­schau­er. SPORT BILD be­ant­wor­tet die wich­tigs­ten Fra­gen.

Wo und wann fin­det das Tur­nier statt?

Mün­chen setzte sich gegen Ber­lin, Frank­furt und Bonn durch. Zeit­raum sol­len drei Wo­chen im Juni sein.

Wie läuft der Mo­dus?

Zehn (von 17) Teams neh­men teil: Mün­chen, Ber­lin, Lud­wigs­burg, Crails­heim, Ol­den­burg, Vechta, Bam­berg, Göt­tin­gen, Ulm und Frank­furt. Ge­spielt wird in zwei Fün­fer-Grup­pen (je­der gegen je­den). Es fol­gen Vier­tel- (1 gegen 4,2 gegen 3), Halb­fi­nale und Fi­na­le. Mög­li­cher­weise wird das Fi­nale im Best-of-three-Mo­dus oder mit Hin-und Rück­spiel aus­ge­tra­gen.

Wer sind die Fa­vo­ri­ten?

Bay­ern Mün­chen, Meis­ter der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­re, ist der Topfa­vo­rit. Stärks­ter Geg­ner ist Alba Ber­lin, un­ter­le­ge­ner Fi­na­list 2018 und 2019. Ist Alba durch den Spielort Mün­chen im Nach­teil? „Ei­nen ech­ten Heim­vor­teil würde es wegen der feh­len­den Zu­schauer nicht ge­ben. Wenn über­haupt, ist es eine kleine mo­ra­li­sche Stüt­ze, in der ei­ge­nen Halle zu spie­len“, sagt Alba-Ge­schäfts­füh­rer Marco Baldi (58).“­Die Spie­ler schar­ren mit den Hu­fen, end­lich wie­der ein Team bil­den zu kön­nen.“ Al­ler­dings sagt Baldi auch: „Es gibt eine Menge of­fe­ner Fra­gen. Über allen steht: Wer­den die Spiele über­haupt statt­fin­den kön­nen? Kön­nen wirk­lich alle Spie­ler aus ihren Hei­mat­län­dern zu­rück nach Deutsch­land zu ihren Klubs?“

Bei Alba wei­len die Leis­tungs­trä­ger Luke Sikma (30) und Pey­ton Siva (29) in den USA, Mar­tin Her­manns­son (25) ist in Is­land. Bei Bay­ern sind die Top­stars Greg Mon­roe (29) und T. J. Bray (27) in den USA. Zur Not wird ohne die Stars ge­spielt.

„Wenn wir spie­len, wol­len wir auch ge­win­nen. Das ist un­se­rer An­spruch“, sagt Bay­ern-Ge­schäfts­füh­rer Marko Pesic (43).“Das Wich­tigste aber ist, dass über­haupt ge­spielt wird. Man muss davon aus­ge­hen, dass es sehr lange dau­ern wird, bis wie­der vor Zu­schau­ern ge­spielt wer­den dar­f.“

Warum wird die Sai­son fort­ge­setzt?

Bei Sai­sonab­bruch wür­den Re­gress­for­de­run­gen der Liga-und Klub­spon­so­ren in Mil­lio­nen­höhe dro­hen. Au­ßer­dem geht es um das rest­li­che TV-Geld (T­e­le­kom und Sport 1) von 70 000 Euro pro Klub. Für die ganze Sai­son er­hält jeder Klub knapp 300 000 Euro. „Mit die­sem Tur­nier wird kein Geld ver­dient“, sagt Pe­sic. „Ziel ist es, mit einem blauen Auge da­von­zu­kom­men.“

Wie wird die Ge­sund­heit ge­schützt?

Pro Spiel sind ma­xi­mal 90 Per­so­nen in der Halle zu­ge­las­sen: pro Team zwölf Spie­ler und acht Trai­ner/­Be­treuer sowie 50 Per­so­nen aus den Be­rei­chen Me­dien, Klub-Of­fi­zi­el­le, Hal­len­per­so­nal und Se­cu­ri­ty.

Alle Mann­schaf­ten sind in einem ein­zi­gen Ho­tel, dem Leo­nardo Royal, un­ter­ge­bracht – etwa zwölf Au­to­mi­nu­ten vom Audi Dome ent­fernt. Die Spie­ler und Be­treuer wer­den alle vier bis fünf Tage auf Co­vid-19 ge­tes­tet. Sie müs­sen im Ge­gen­satz zu allen an­de­ren Per­so­nen kei­nen Ge­sichts­schutz tra­gen.

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