"Jeder will die Bayern schlagen"

Autor : Dirk Schlickmann | 07.02.2019

Der FC Bayern Basketball Kapitän Danilo Barthel steht mit den Münchenern nach 18 Spielen auf Platz eins. Hier erklärt er die Erfolgsserie.

SPORT BILD: Die Bayern führen die BBL-Tabelle nach 18 Spielen mit 36:0 Punkten an. Wie reizvoll ist es, die perfekte Saison ohne Punktverlust zu spielen?

DANILO BARTHEL (27): Natürlich ist es ein Anreiz, den Startrekord der Ulmer zu brechen. Die haben 2016/17 die ersten 27 Spiele gewonnen. Das zu knacken wäre etwas Besonderes und würde in Erinnerung bleiben. Gleichzeitig ist Ulm auch ein warnendes Beispiel, denn Meister sind sie in der Saison nicht geworden. Abgerechnet wird in den Play-offs. Unser vorrangiges Ziel zunächst ist, nach der regulären Saison auf Platz 1 zu stehen, um mit dem Heimvorteil in die Play-offs zu gehen.

Die perfekte Saison in der Bundesliga gab es erst einmal: Bayer Leverkusen gewann 1969/70 alle 25 Saisonspiele, inklusive Zwischenrunde und Finale.

Die 25 Siege sind ja nicht mehr so weit weg …

Wer kann Ihnen in der BBL überhaupt gefährlich werden?

Berlin und Bamberg sind mit Sicherheit starke Gegner. Im Pokal haben wir gegen Alba verloren, und auch in der Bundesliga war es sehr knapp gegen sie. Aber vergangene Woche war es auch in Bayreuth ganz eng. Da haben wir knapp 93:90 gewonnen.

Gegen uns ist jeder extramotiviert. Jeder will die Bayern schlagen

Fällt es schwer, in der BBL gegen Gegner wie Jena oder Crailsheim 100 Prozent zu geben?

Ja, das fällt manchmal extrem schwer. Durch die Doppelbelastung mit der Euroleague können vermeintlich leichtere Gegner zu Stolpersteinen werden. Gerade wenn man von einem Auswärtsspiel in Europa zurückkommt und nur einen Tag Pause hat.

Spielen die Gegner in der BBL gegen die großen Bayern besonders schmutzig?

Nein, in der BBL geht es sehr fair zu, auch Trash-Talk gibt es nicht. Aber gegen uns ist jeder extramotiviert. Jeder will die Bayern schlagen. Egal in welcher Stadt wir spielen, es ist die Hölle los. Die Fans sind heiß, die Mannschaften auch. Sie wissen, sie haben nichts zu verlieren und spielen frei auf. Das macht es nicht leichter für uns. Wir sind der Gejagte.

Teilweise haben Sie fünf Spiele in zehn Tagen. Was tun Sie ge gen die hohe Spielbelastung?

Ich setze mich nach jedem Training und Spiel acht Minuten ins Eisbad. Außerdem habe ich zu Hause ein Gerät, mit dem ich mich selbst massieren kann. Regelmäßig zum Einsatz kommt auch eine Luftdruck-Regenerationshose, die das Laktat aus den Muskeln drückt. Auch bei der Ernährung passe ich auf und greife am liebsten zu Bio-Produkten aus der Region.

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