Darum denkt Alaba an Abschied

Autor : Tobias Altschäffl | 25.03.2020

Die Nach­richt sorgt für hef­tige Spe­ku­la­tio­nen um einen Ab­schied von David Alaba (27) im Som­mer aus Mün­chen: Der Pro­fi, des­sen Ver­trag 2021 beim FC Bay­ern aus­läuft, will für die an­ste­hen­den Ver­trags­ver­hand­lun­gen Pini Za­havi (76) hin­zu­zie­hen (BILD be­rich­te­te).

Der is­rae­li­sche Spie­ler-Agent hatte Ney­mar (28) für 222 Mil­lio­nen Euro von Bar­ce­lona zu Paris Saint-Ger­main trans­fe­riert, als Be­ra­ter von Ro­bert Le­wan­dow­ski (31) 2018 hef­tig mit Real Ma­drid ge­flir­tet. Nun soll Za­havi für Alaba aus­lo­ten, wie ernst das an­geb­li­che In­ter­esse vom FC Bar­ce­lona und Real Ma­drid wirk­lich ist.

Nach SPORT BILD-In­for­ma­tio­nen gibt es einen kon­kre­ten Grund, warum Alaba sich mit einem Ab­schied aus Mün­chen be­schäf­tigt!

Im März 2016 ver­län­gerte der FC Bay­ern vor­zei­tig den Ver­trag mit Ei­gen­ge­wächs Alaba um drei Jahre bis 2021. In den da­ma­li­gen Ver­hand­lun­gen soll Alaba eine Be­din­gung vor­ge­bracht ha­ben.

Der Links­ver­tei­di­ger for­derte die Chance ein, sich auf sei­ner Wunsch­po­si­tion im Mit­tel­feld des FC Bay­ern be­wei­sen zu dür­fen. Die Bay­ern-Füh­rung soll ihm diese zu­ge­stan­den ha­ben.

Alaba sieht diese Zu­sage in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren als nicht er­füllt, ist dar­über ent­täuscht. Zumal der Ös­ter­rei­cher zu­se­hen muss­te, wie ein an­de­rer Au­ßen­ver­tei­di­ger seine Chance im zen­tra­len Mit­tel­feld be­kam, die er sich aus­drück­lich er­be­ten hat­te.

Bun­des­trai­ner Jogi Löw (60) ver­setzte Jos­hua Kim­mich (25) be­reits in der EM-Qua­li­fi­ka­tion von der Au­ßen­ver­tei­di­ger-auf die Sech­ser-Po­si­tion. Dem Bei­spiel folgte zu­nächst der da­ma­lige Bay­ern-Trai­ner Niko Kovac (48), der jet­zige Chef­coach Hansi Flick be­stimmte Kim­mich zu­letzt dort als Stamm­spie­ler und Säule sei­ner Ach­se. Alaba spielt unter Flick in der In­nen­ver­tei­di­gung. Dass das Münch­ner Ei­gen­ge­wächs in der ös­ter­rei­chi­schen Na­tio­nal­mann­schaft schon seit Jah­ren im Mit­tel­feld ge­setzt ist, spiel­te, an­ders als im Fall Kim­mich, bei Bay­ern nie eine Rol­le.

Die Alaba-Seite soll Be­ra­ter Za­havi über diese für den Profi ent­täu­schende Ent­wick­lung in Kennt­nis ge­setzt ha­ben.

Der Be­ra­ter wird wie zuvor bei Le­wan­dow­ski seine Nähe zu Real Ma­drid aus­spie­len. Dass dazu der FC Bar­ce­lona In­ter­esse si­gna­li­siert hat, dürfte die Ge­sprä­che für die Bay­ern-Bosse nicht leich­ter ma­chen.

Was den Münch­nern da­ge­gen in die Kar­ten spie­len dürf­te: Be­reits jetzt soll sich Alaba in der Ge­halts­klasse von Füh­rungs­spie­lern wie Ma­nuel Neuer (33) und Tho­mas Mül­ler be­fin­den, die ge­schätzt bei 15 Mil­lio­nen Euro liegt. In­klu­sive Ab­lö­se­sum­me, Be­ra­ter-Ge­bühr und Ala­bas Ge­halt bei einem mehr­jäh­ri­gen Ver­trag würde ein Trans­fer des Bay­ern-Stars das Vo­lu­men von 100 Mil­lio­nen Euro er­rei­chen. Selbst für Top­klubs wird eine Ver­pflich­tung in die­ser Grö­ßen­ord­nung nicht ein­fach zu stem­men sein.

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