Darum setzt Bayern weiter auf Flick

Autor : Tobias Altschäffl | 11.12.2019

Die Bay­ern-Bosse dün­nen der­zeit die Kan­di­da­ten-Liste für den Trai­ner-Job beim Meis­ter aus. Ex-Tot­ten­ham-Coach Mau­ri­cio Po­chet­tino (47) ist kein The­ma. Auch bei PSG-Trai­ner Tho­mas Tu­chel (46) ist ak­tu­ell kein wei­te­rer Vor­stoß ge­plant.

Al­lein der Name Erik ten Hag (49), Ajax Ams­ter­dam, wird wei­ter ge­han­delt – al­ler­dings frü­he­s­tens für den Som­mer. Bei der Trai­ner-Ent­schei­dung soll es nach dem Ende der Hin­runde schnell ge­hen. Grund: Trotz der bei­den Nie­der­la­gen gegen Le­ver­ku­sen (1:2) und Glad­bach (1:2) ten­diert Bay­ern dazu, mit Hansi Flick (54) in die Rück­runde zu ge­hen!

Der Bay­ern-Boss Karl-Heinz Rum­me­nigge (64) be­kräf­tigt ge­gen­über SPORT BILD:

Wir haben am 21. De­zem­ber das letzte Spiel gegen Wolfs­burg, ent­we­der an die­sem Sams­tag oder am Tag da­nach wer­den wir uns tref­fen und eine Ent­schei­dung fäl­len.

Die Ten­denz ist klar pro Flick.

Im Klub heißt es, das Trai­ning unter Flick sei so gut wie einst bei Pep Guar­diola (48). Die Mann­schaft fühlt sich wie­der ge­for­dert, nach­dem sie unter Flick-Vor­gän­ger Niko Kovac (48) Of­fen­siv-Vor­ga­ben ver­misst hat­te. So über­raschte Flick seine Spie­ler bei einer Ein­heit mit elf durch­num­me­rier­ten Papp­fi­gu­ren. Pär­chen­weise wurde ge­übt, wie sich die Pro­fis in un­ter­schied­li­chen Spiel­si­tua­tio­nen zu ver­schie­ben ha­ben. Alles ohne Ball. Flick gibt den Stars Lö­sun­gen an die Hand, wie sie es sich unter Kovac ver­geb­lich ge­wünscht hat­ten.

Auch mit ei­ni­gen Re­geln sei­nes Vor­gän­gers räumt Flick auf. Kovac hatte ein­ge­führt, dass sich die Mann­schaft 1,5 Stun­den vor dem Trai­ning tref­fen muss. Unter Flick müs­sen die Spie­ler nun erst eine Stunde vor­her kom­men. Aus­nah­me: Bei Blut­ab­nahme gilt die An­we­sen­heits­pflicht wei­ter­hin 1,5 Stun­den vor­her. Selbst die Re­ge­lung für Über­nach­tun­gen vor dem Spiel will Flick lo­ckern. Künf­tig wird mit den Spie­lern dis­ku­tiert, ob es nötig ist, dass sie bei Liga-Heim­spie­len im Hotel schla­fen.

Die Stars be­ob­ach­ten zu­dem, wie lange es Flick ge­lingt, die Stars Cou­tinho (27) und Thiago (28) bei Laune zu hal­ten, ob­wohl sie bei ihm nicht ge­setzt sind. Wie er un­zu­frie­dene Pro­fis ins Boot holt, sahen sie zu­letzt bei Co­ren­tin To­lisso (25). Ver­gan­gene Woche bat Flick den Fran­zo­sen nach dem Team-Es­sen zu sich. Es folgte ein lan­ges Ge­spräch im Trai­ner­bü­ro. In Glad­bach stand To­lisso dann in der Star­telf.

Al­lein das Pro­blem einer schlech­ten Chan­cen­ver­wer­tung konnte auch Flick bis­her nicht lö­sen. Vor dem Spiel gegen Glad­bach setzte er in der Spie­l­ana­lyse dar­auf einen Schwer­punkt. Der Trai­ner zeigte im Au­di­to­rium zu­sam­men­ge­schnit­ten alle Tor­chan­cen gegen Le­ver­ku­sen. Flick wollte sei­nen Stars zei­gen, wie viele Chan­cen sie sich er­ar­bei­tet hat­ten. Und: wie sie sie ver­mas­sel­ten. Der er­wünschte Ler­n­ef­fekt trat in Glad­bach den­noch nicht ein.

Auf der Weih­nachts­feier hatte als Ers­ter der Boss das Wort. Rum­me­nigge er­in­nerte seine Pro­fis dar­an, dass Fuß­ball immer noch ein Er­geb­niss­port sei. Eine Stand­pauke setzte es nicht. Rum­me­nigge ließ wis­sen, dass die Klub-Füh­rung mit der ak­tu­el­len Spiel­weise zu­frie­den sei. Und auf­mun­ternd fügte er an: Die po­si­ti­ven Er­geb­nisse wür­den zwangs­läu­fig fol­gen. Ein in­di­rek­tes Kom­pli­ment für Flick!

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