Das wird alles anders beim Pokalfinale

Autor : Tobias Altschäffl | 02.07.2020

Im­mer­hin: Die Kon­fetti-Ka­none wird ihr La­metta ver­schie­ßen, wenn am Sams­tag in Ber­lin der neue DFB-Po­kal­sie­ger ge­kürt wird. Sonst wird im Fi­nale zwi­schen dem FC Bay­ern und Bayer Le­ver­ku­sen aber vie­les an­ders sein wegen Co­ro­na. Der Ber­li­ner Senat er­laubt ma­xi­mal 1000 Per­so­nen im Olym­pia­sta­dion, doch die tat­säch­li­che Zahl bleibt deut­lich dar­un­ter: 690. Je­weils 125 Mit­glie­der um­fas­sen die bei­den Klub-De­le­ga­tio­nen, dazu kom­men 50 DFB-Ver­tre­ter, dar­un­ter zehn für die Spiel­or­ga­ni­sa­tion und die 15 Prä­si­di­ums­mit­glie­der – aber ohne An­hang.

Die Tro­phäe wird vor fast lee­ren Rän­gen dies­mal nicht Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­meier über­rei­chen, son­dern DFB-Prä­si­dent Fritz Kel­ler. Ein Rah­men­pro­gramm wie 2019, als Ju­gend­li­che die Logos aller 64 Po­kal-Teil­neh­mer auf dem Rasen prä­sen­tier­ten und die Klub­le­gen­den Gio­vane Elber (Bay­ern) und Perry Bräu­ti­gam (Leip­zig) den Pokal her­ein­tru­gen, fin­det nicht statt.

Um trotz­dem für etwas At­mo­sphäre zu sor­gen, las­sen sich DFB und das Land Ber­lin als al­lei­ni­ger Ge­sell­schaf­ter der Olym­pia­sta­dion GmbH etwas ein­fal­len: Es wird eine Lichts­how mit dem neuen LED-Licht ge­ben. Es ist das erste voll­far­bige Flut­licht der Welt und fei­ert beim Po­kal­fi­nale Pre­mie­re.

Im Dach des Olym­pia­sta­di­ons wurde von Licht­de­si­gner Mikki Kunt­tu, der die Olym­pia-Er­öff­nungs­feier 2008 in Pe­king in­sze­nier­te, eine Mem­bran­be­leuch­tung in­stal­liert. Bei Heim­spie­len von Her­tha er­strahlt die Arena blau-weiß, beim Po­kal­fi­nale im Grün des DFB.

Auf dem Boden vor den (ver­wais­ten) Fan­kur­ven wer­den wie üb­lich die großen Fah­nen mit den Ver­eins­lo­gos lie­gen. Auf den Tri­bü­nen (Ost­kurve und Ma­ra­thon­tor) hän­gen zudem große Ban­ner, die die An­hän­ger der bei­den Ver­eine er­stel­len.

Das Ost­tor wird der ein­zige Zu­gang zum Sta­dion sein. Dort fin­den im Rah­men des vor­ge­schrie­be­nen In­fek­ti­ons­schut­zes auch die Fie­ber­mes­sung und das Aus­fül­len des Fra­ge­bo­gens statt.

Die we­ni­gen Zu­schauer wer­den auf alle Be­rei­che des Sta­di­ons ver­teilt, auf der VIP-Tri­büne wer­den viele Sitze ge­sperrt sein, damit der Min­destab­stand ein­ge­hal­ten wird. Be­wir­tung vor dem Spiel, in der Halb­zeit und da­nach fin­det in den VIP-Lo­gen nicht statt. Es wer­den le­dig­lich Lunch­pa­kete ver­teilt. Le­ver­ku­sen hat Ex-Ge­schäfts­füh­rer Rei­ner Calm und wie auch des­sen Kol­le­gen Wolf­gang Holz­häu­ser und die Eh­ren­spiel­füh­rer (u.a. Ulf Kirs­ten, Bernd Schnei­der, Cars­ten Ra­me­low) ein­ge­la­den. Spie­ler­frauen dür­fen nicht mit, in einem DFB-Schrei­ben wird darum ge­be­ten, nur „Funk­ti­ons­trä­ger“ mit Kar­ten zu ver­sor­gen.

Auch der FC Bay­ern ver­zich­tet auf Frauen-Be­glei­tung. Die De­le­ga­tion bil­det der ge­samte Vor­stand um Chef Karl-Heinz Rum­me­nig­ge, das Prä­si­dium um Her­bert Hai­ner sowie die Klub-Di­rek­to­ren. Auch Eh­ren­prä­si­dent Uli Hoe­neß wird auf der Tri­büne Platz neh­men. Ver­zich­ten wer­den die Bay­ern auf ihre tra­di­tio­nelle Feier in der Te­le­kom-Haupt­stadt­re­prä­sen­tanz. Es gibt eine kleine in­terne Ver­an­stal­tung in Ber­lin und am Sonn­tag einen Emp­fang im Münch­ner Rat­haus.

Der Ein­lauf der bei­den Mann­schaf­ten er­folgt nicht wie sonst durch das Ma­ra­thon­tor, son­dern wie in der Bun­des­liga durch den Spie­ler­tun­nel bzw. über die Trep­pe. Bei der Sie­ger­eh­rung wird es kei­nen Gold­re­gen aus dem Sta­dion­dach ge­ben, Bier­du­schen auf dem Rasen sind auch nicht er­laubt.

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