Franck Ribéry und Arjen Robben verlassen den FC Bayern

Autor : MANschaftsbus.de-Team | 15.05.2019

Seit 2007 und 2009 wirbeln die beiden Flügelflitzer für den FC Bayern. Am Samstag laufen Franck Ribéry und Arjen Robben zum letzten Mal für den deutschen Rekordmeister in der Bundesliga auf.

Franck Ribéry kam 2007 von Olympique Marseille nach München. Er wurde im selben Jahr zum „Fußballer des Jahres“ in Frankreich gekürt. 2008 folgten die Titel „Fußballer des Jahres“ in Frankreich und Deutschland. Der 36-Jährige hat für den FC Bayern 422 Pflichtspiele bestritten – kein anderer ausländischer Profi kam so oft für die Münchner zum Einsatz. Für den FCB schoss Ribéry über 130 Tore und gab mehr als 180 Torvorlagen.

„Es war eine tolle Zeit für mich und meine Familie. Was ich mit dem FC Bayern erreicht habe, werde ich nie vergessen,“ erklärte der Franzose bei der Pressekonferenz an der Säbener Straße.  

Ich werde noch 1-2 Jahre spielen und nach meiner Karriere werde ich hundertprozentig wieder nach München zurückkehren. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl.

Der Flügelflitzer blickt auf eine beeindruckende Karriere beim FC Bayern zurück. „Was wir 2013 erreicht haben, war Wahnsinn, ein Traum. Und mein schönstes Tor habe ich glaube ich gegen Gladbach geschossen,“ fügte er schmunzelnd hinzu.

Robben und Ribery beim Champions-League-Triumph 2013.© Getty Images
Robben und Ribery beim Champions-League-Triumph 2013.

Mit der 9. Deutschen Meisterschaft kann er die bisherigen Rekordhalter Lahm, Kahn, Schweinsteiger und Scholl überholen.

Das ist unglaublich und natürlich auch schön für mich.

Doch er muss auch an bittere Momente zurückdenken: „Das war das verlorene Champions-League-Finale gegen Chelsea. Wir haben zu Hause gespielt, das Spiel dominiert und dann doch noch verloren. Das tat weh!“

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Franck Ribéry erlebte während seiner Zeit in München Höhen und Tiefen.

Über seine Zukunft möchte er sich jedoch noch Gedanken machen:  „Ich weiß noch nicht, was ich in der kommenden Saison machen werde. Es gibt ein paar Optionen, aber es ist noch ein bisschen früh.“

Arjen Robben kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern. Davor spielte er vier Jahre in Chelsea, gewann dort unter anderem auch zweimal die englische Meisterschaft. 2010 wurde er zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Seit seinem Wechsel nach München schoss er in 306 Spielen 143 Tore und gab 101 Torvorlagen. Auf einer Abschiedspressekonferenz stand er Rede und Antwort:

„Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Ich glaube, es ist ein gutes Zeichen, wenn die Zeit schnell vergeht. Das bedeutet, dass es schön war, man Spaß hatte und sich wohlgefühlt hat.“

Über den Wechsel nach München ist er dem Verein und dem damligen Trainer Louis Van Gaal sehr dankbar. Er habe gespürt, dass sie ihn brauchen und unbedingt wollten, dass er nach München kommt. Trotzdem war es ein schwerer Schritt von Real weg zu gehen, da Bayern in dieser Zeit nicht sonderlich gut war.

Dann kam er mit dem FCB in seinem ersten Jahr sehr weit in der Champions League (Finale gegen Inter Mailand, 2:0 verloren) und der Verein nahm eine beeindruckende Entwicklung in den nächsten zehn Jahren. Er ist stolz ein Teil davon gewesen zu sein.

Der beste Schritt meiner Karriere war, nach München zu kommen.

Auch für seine Fans, die ihm Geschenke machten oder sich kurz mit ihm unterhielten, fand Robben die richtigen Worte:

„Das ist die schönste Wertschätzung, die man bekommen kann. Titel sind das eine, aber das bedeutet mir fast noch mehr.“

Über das Verhältnis zwischen ihm und Ribery sagte er:

„Vom ersten Tag an hat es geklickt. Auf dem Platz hat es unglaublich viel Spaß gemacht, da gibt es viele schöne Tore. Vorlage von Franck, Tor von mir. Andersrum auch, aber etwas weniger.“

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Ribery und Robben bei ihrem letzten Auswärtsspiel in Hannover am 33. Spieltag.

Im letzten Spiel hast du Adrenalin, du hast so ein gutes Gefühl, du willst es allen noch einmal zeigen.

„Wenn ich jetzt darüber spreche, kriege ich eigentlich schon Gänsehaut: 70.000 Leute – Allianz Arena voll, nach 10 Jahren (für Franck nach 12 Jahren) greifen wir beide von Anfang an an und werden zusammen Meister, da gibt es nichts Schöneres, das wäre mein Tipp.“

Des Weiteren gab der Niederländer zu, manchmal zu einfach gefallen zu sein:

„Natürlich bist du auch mal hingefallen, wo es vielleicht übertrieben war. Ich beherrsche das Fallen nicht gut. Und ich wurde schon viel gefoult und habe manchmal ein bisschen mehr daraus gemacht. Zwei drei Videos gibt es, wo ich mir denke, das sieht nicht so schön aus.“

Arjen Robben ist durchaus auch für seine Schwalben bekannt.© Getty Images
Arjen Robben ist auch für seine Schwalben bekannt.

Zum Abschluss der Pressekonferenz äußerte er sich noch zu seiner Zukunft:

„Ich bin immer ziemlich offen und ehrlich, es ist schon spät sich zu entscheiden. Ich hoffe in den nächsten 1-2 Wochen eine Entscheidung zu treffen. Ich merke, dass es mir schwer fällt. Es ist nicht einfach, die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn man sagt, ich spiele weiter, dann muss das Gesamtpaket stimmen, man muss sehr gut überlegen, vielleicht überlege ich schon zu lange.“

Ribéry und Robben bestritten in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal 181 Spiele gemeinsam, davon gewannen sie 132.

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