Hernández: "Die 80 Mio. machen mir keinen Druck"

Autor : Tobias Altschäffl | 03.07.2019

Schon allein die Rückennummer, die Lucas Hernández (23) in der neuen Saison tragen wird, zeigt seinen Stellenwert beim FC Bayern: Der mit einer Ablöse von 80 Millionen Euro teuerste Bundesliga-Spieler aller Zeiten erhält beim Rekordmeister die „21“.

Also die Nummer von Philipp Lahm (35). Seit dem Abschied der Bayern-Legende 2017 war diese vakant.

Es ist eine große Ehre für mich, dass ich die Nummer von Philipp Lahm bekomme, dem erfolgreichen Kapitän des Weltmeisters 2014 und des FC Bayern über viele Jahre,

sagt Hernández im Gespräch mit SPORT BILD: „Ich weiß, das ist eine wichtige Nummer hier im Klub.“

Hernández, der mit einer Innenband-Verletzung von Atlético Madrid kam, will zum Bundesliga-Auftakt am 16. August fit sein. Der Mann, der in München vor allem für die Innenverteidigung eingeplant wird, soll in der Vorbereitung nach und nach Spielzeit bekommen, wenn möglich während der Sommertour durch die USA (15. bis 24. Juli) schon an den Einheiten teilnehmen.

Zu Beginn der Vorbereitung absolviert Hernández noch Spezialeinheiten, um die Muskulatur zu stärken. Seinen Oberkörper hat er in der Sommerpause gestählt: Der aggressive Verteidiger arbeitet seit Wochen im Leistungszentrum der Bayern, er bringt kein Gramm zu viel auf die Waage. Nur kurz gönnte er sich mit Frau Amelia und Bruder Theo eine Auszeit beim Badeurlaub auf Ibiza. Hernández überlegt sogar, einen eigenen Koch mit nach München zu bringen. Eine Villa in Grünwald hat er bereits gefunden.

Ich habe mich sehr gut in München eingelebt. Ich bin mit Amelia und meinem Sohn Martin hier. Wir alle fühlen uns hier schon so richtig wohl, das Leben hier ist super,

sagt Hernández: „Allein die deutsche Sprache macht mir noch zu schaffen, aber es wird von Tag zu Tag besser.“

Sein Privatlehrer Max bescheinigt Hernández, er sei ein fleißiger Schüler. Die Fußballvokabeln beherrscht der teure Neue bereits, zudem informierte er sich immer wieder bei einem künftigen Kollegen, den er schon aus der Équipe Tricolore kennt: Bayerns Corentin Tolisso (24) ist Hernández’ engster Ansprechpartner bei Fragen rund um den neuen Arbeitgeber. Ihn löcherte Hernández zu Wohnort, Spielstil, Hierarchie und Training in München. Doch wie sehr wiegt die Last von 80 Millionen Euro Ablöse auf den Schultern des Weltmeisters, der die neueste Attraktion der Liga ist? Er sagt:

Für mich ist diese Ablösesumme überhaupt kein Problem. Ich verspüre dadurch kein Prozent mehr Druck, und ich verschwende daran auch keinen Gedanken und versuche so zu bleiben, wie ich bin.

Zu seinem neuen Trainer Niko Kovac (47) nahm Hernández bereits Kontakt auf, informierte sich unter anderem über seine genaue Rolle und die (Verteidigungs-)Taktik der Bayern. Schließlich hat der Mann, der von Atlético-Trainer Diego Simeone so geprägt wurde, in München große Träume.

Natürlich ist es ein ganz großes Ziel von mir, mit dem FC Bayern die Champions League zu gewinnen. Es wird schwer, aber die Bayern zählen immer zu den Mitfavoriten,

sagt Hernández, der 2016 im knapp verlorenen Endspiel der Königsklasse gegen Real Madrid, dem 4:6 nach Elfmeterschießen, elf Minuten ran durfte: „Ich werde jedenfalls alles geben für dieses große Ziel, und es macht mich stolz, dass ich dies bei einem der besten Vereine der Welt versuchen darf.“

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