Serge Gnabry: Der Mann für den Bayern-Umbruch
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Serge Gnabry: Der Mann für den Bayern-Umbruch Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Serge Gnabry: Der Mann für den Bayern-Umbruch

Der Flügelspieler über seine Rolle in München

Seine Flexibilität stellte Serge Gnabry (23) schon auf der US-Reise unter Beweis. Da spielte er als Rechtsaußen sowie als rechter Verteidiger. Dabei sagt der vergangene Saison an Hoffenheim verliehene Profi, seine beiden besten Positionen seien „Linksaußen und auf der Zehn“.

Der Nationalspieler (zwei Länderspiele) beeindruckt bei Bayern auch neben dem Platz: durch sein aufgeschlossenes Auftreten, seine klaren Statements: „Ich denke, ich bin easy im Umgang, ich kann mich gut in einer neuen Gruppe zurechtfinden.“

Worauf es ihm nun ankommt, macht er klar: „Die viele Spielzeit in Hoffenheim hat mich unheimlich weitergebracht. Ich muss auf dem Platz stehen, um mich zu verbessern. Deswegen war das zusätzliche Jahr bei Hoffenheim auch Gold wert.“ Unter Nagelsmann konnte Gnabry reifen, er sammelte in nur 22 Spielen 17 Scorerpunkte (zehn Tore, sieben Vorlagen) und lernte, wie er im 3-5-2-System agieren muss, einer Formation, die nun auch Kovac einstudieren lässt.

„Wir haben 60 Spiele in der Saison, dafür brauchen wir jeden“, sagt Gnabry und blickt auch auf die beiden Platzhirsche im eigenen Verein: „Es wäre ein Traum, eine Karriere wie Arjen Robben und Franck Ribéry hinzulegen. Daran arbeite ich jeden Tag hart.“

Schließlich will Gnabry, der drahtig und durchtrainiert wirkt, auch beim DFB den Generationswechsel mitgestalten: „Wenn es einen Umbruch gibt, wäre ich gern ein Teil davon. Ich will mich bei Bayern für die Nationalmannschaft empfehlen.“

Dafür muss er jetzt regelmäßig loswirbeln dürfen, sagt auch Lothar Matthäus. „Gnabry war in der Rückrunde einer der überragenden Spieler in der Bundesliga“, sagt der Rekordnationalspieler und appelliert auch an das Duo Ribéry/Robben: „Niko Kovac wird nicht zulassen, dass beide schmollen. Beide müssen verstehen, dass Pausen in ihrem Alter gut für sie sind. Das sollte man in dem Alter schon begreifen.“