Aaron Hunt braucht 10,5 Einsätze für neuen Vertrag

Autor : Maximilian Wessing | 14.02.2020

Der jüngste Aus­tausch zwi­schen Vor­stand und Auf­sichts­rat hat be­stä­tigt: Bei einem mög­li­chen Auf­stieg in die Bun­des­liga hätte der HSV ein Mann­schafts­bud­get von 40 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung. Damit läge der Klub im un­te­ren Be­reich der Liga.

Das Pro­blem aus HSV-Sicht: Durch die au­to­ma­ti­schen Ge­halts­er­hö­hun­gen der Pro­fis beim Auf­stieg würde das Bud­get von der­zeit knapp 30 Mio. Euro auf mehr als 35 Mio. Euro stei­gen. So geht es bei den Pla­nun­gen für die kom­mende Sai­son um jeden Euro.

Ein Spie­ler nimmt dabei eine be­son­dere Rolle ein: Ka­pi­tän Aaron Hunt (33). Der Ver­trag des Mit­tel­feld-Ak­teurs läuft nach die­ser Sai­son aus. Aber: Nach SPORT BILD-Info bein­hal­tet sein Kon­trakt eine Klau­sel, dass sich sein Ver­trag um eine wei­tere Sai­son ver­län­gert, sollte er in der lau­fen­den Sai­son auf min­des­tens 20 Ein­sätze kom­men. Wich­ti­ger Zu­satz da­bei: Ein­sät­ze, die we­ni­ger als 45 Mi­nu­ten an­dau­ern, Hunt also etwa in der zwei­ten Halb­zeit als Joker kommt, wer­den le­dig­lich als hal­ber Ein­satz ge­wer­tet. Nach die­ser Rech­nung kommt Hunt nach jet­zi­gem Stand auf neun­ein­halb Ein­sätze (acht gan­ze, drei hal­b­e).

Er müsste für eine Ver­län­ge­rung also in den rest­li­chen 13 Sai­son­spie­len eine tra­gende Rolle unter Trai­ner Die­ter Hecking (55) spie­len.

Mit Louis Schaub (25) aber hat der Klub im Win­ter eine starke Al­ter­na­tive vom 1. FC Köln ver­pflich­tet. So spricht vie­les da­für, dass Hunts HSV-Zeit als Profi im Som­mer ein Ende fin­det. Den Ver­ein wird er je­doch trotz­dem nicht ver­las­sen: Der ge­bür­tige Nie­der­sachse hat einen An­schluss­ver­trag über zwei Jahre im Volks­park und soll nach sei­ner Profi-Kar­riere wahr­schein­lich als Trai­ner und Scout aus­ge­bil­det wer­den.

Der HSV würde in dem Fall eine Menge Geld ein­spa­ren. Hunt käme in der Bun­des­liga in­klu­sive Prä­mien auf etwa 1,5 Mio. Euro Ge­halt.

Dem Ver­ein dro­hen in der kom­men­den Sai­son oh­ne­hin schon ge­nü­gend un­nö­tige Aus­ga­ben. Für Bobby Wood (27) etwa fin­den die Ham­bur­ger Bosse wei­ter­hin kei­nen Ab­neh­mer. Er kas­siert in der ers­ten Liga 3,5 Mio. Euro. Zudem keh­ren mit Ber­kay Özcan (21), Ma­nuel Wintz­hei­mer (21) und David Bates (23) drei Spie­ler nach Leih-Ge­schäf­ten zu­rück, auf die der Klub kaum mehr baut. Der Fall Özcan ist für den HSV be­son­ders bit­ter: Er hat einen Ver­trag bis 2023, im kom­men­den und nach­fol­gen­den Som­mer ste­hen die letz­ten Trans­fer-Zah­lun­gen an den VfB Stutt­gart (je­weils 500 000 Euro) an, zudem hat Özcan ein sat­tes Ge­halt aus­ge­han­delt. In der Bun­des­liga ver­dient er wie Hunt jähr­lich rund 1,5 Mio. Euro in­klu­sive Prä­mi­en. Özcan hat be­reits si­gna­li­siert, dass er über­haupt kein In­ter­esse an einem Weg­gang aus Ham­burg habe. Heißt: Im schlimms­ten Fall muss der HSV für ihn noch ins­ge­samt 5,5 Mio. Euro zah­len.

Im Ge­gen­zug steht schon jetzt der Ab­sprung von drei wich­ti­gen Ak­teu­ren fest: Joel Poh­jan­palo (25/Le­ver­ku­sen), Jor­dan Beyer (19/­Glad­bach) und Adrian Fein (20/FC Bay­ern) wer­den nach die­ser Sai­son zu ihren Stamm­ver­ei­nen zu­rück­keh­ren. Dem HSV steht so oder so ein wil­der Som­mer be­vor.

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