Hecking bleibt bei NICHT-Aufstieg

Autor : Maximilian Wessing | 08.01.2020

Die Bosse wollen mit ihm auch in der 2. Liga weitermachen – solange das Team jetzt nicht zerbricht

Es war eine Aus­sa­ge, die über­rasch­te, vor allem zu dem Zeit­punkt. HSV-Trai­ner Die­ter Hecking (55) sagte ver­gan­gene Woche in BILD, wie er die Zu­kunft plant, falls der HSV den Auf­stieg NICHT packt. „Ich ver­rate Ih­nen“, so Hecking, „dass ich es selbst in die­sem Fall nicht aus­schlie­ßen wür­de, über den Som­mer hin­aus zu blei­ben. Wenn es ge­wünscht wird und wenn vor allem wei­ter so ge­ar­bei­tet wird, wie wir jetzt ar­bei­ten.“

Was kei­ner weiß: Eine Job-Ga­ran­tie im Falle des Nicht-Auf­stiegs hatte Hecking zuvor von den Bos­sen schon be­kom­men. Weder der Vor­stand noch der Auf­sichtsrat waren des­halb über seine Aus­sa­gen über­rascht. Der Deal: Hecking bleibt auch bei einem Nicht-Auf­stieg Trai­ner, das ist der Wunsch des Ver­eins. Ein­zige Be­din­gung: Die Mann­schaft darf nicht, an­ders als in der ver­gan­ge­nen Rück­run­de, völ­lig aus­ein­an­der­bre­chen. Schei­tert der Auf­stieg nur an we­ni­gen Punk­ten oder an un­glück­li­chen Um­stän­den, bleibt Hecking im Amt.

In die­sem Fall müsste ein kom­plett neuer Ver­trag ver­han­delt wer­den, da sein ak­tu­el­les Ar­beit­s­pa­pier in der kom­men­den Sai­son nur noch in der Bun­des­liga gül­tig ist.

Heckings Bi­lanz beim HSV ist bis­lang durch­schnitt­lich. Der Ex-Glad­ba­cher holte im Schnitt 1,72 Punkte pro Spiel. Hoch­ge­rech­net auf 34 Spiel­tage wären das am Sai­son­ende rund 58 Zäh­ler. Seit Ein­füh­rung der Drei-Punkte-Re­gel 1995 be­nö­tigte man für den zwei­ten Ta­bel­len­platz – und damit für den ga­ran­tier­ten Auf­stieg – durch­schnitt­lich 62,3 Punk­te.

Das An­lie­gen der HSV-Bosse ist je­doch klar: Sie wol­len end­lich mal für Kon­ti­nui­tät auf der Trai­ner-Po­si­tion sor­gen. Al­lein in den ver­gan­ge­nen zwei Spiel­zei­ten hatte der Ex-Bun­des­liga-Dino vier ver­schie­dene Trai­ner (Gis­dol, Hol­ler­bach, Titz, Wolf). In den ver­gan­ge­nen 14 Jah­ren gab es nicht ein ein­zi­ges Mal den Fall, dass die drei wich­tigs­ten Per­so­nen im Ver­ein (Trai­ner, Sport­di­rek­tor bzw. Sport­vor­stand und Vor­stands­boss) eine ge­samte Sai­son im Amt waren und die nach­fol­gende Spiel­zeit ge­mein­sam an­tra­ten. Schafft der HSV den Auf­stieg, würde er diese Gru­sel-Bi­lanz aller Vor­aus­sicht nach durch­bre­chen. Schei­tert er, bliebe die Fra­ge, was mit Vor­stands­boss Bernd Hoff­mann (56) und Sport-Vor­stand Jonas Boldt (37) pas­sie­ren wür­de. Diese Ent­schei­dung liegt dann beim Auf­sichts­rat. Das Gre­mium hat ver­ein­bart, im Som­mer Bi­lanz zu zie­hen.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Änderungen können Sie in ihren Browsereinstellungen vornehmen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Datenschutz & Cookies
Weiter