Lasogga-Angebot nur bei Aufstieg

Autor : Maximilian Wessing | 03.04.2019

Wenn Hamburg scheitert, geht der Stürmer. SPORT BILD beantwortet die wichtigsten HSV-Fragen

Nur 14 Punkte aus zehn Spielen in der Rückrunde – der HSV muss für den Aufstieg Gas geben. Dazu müssen die Bosse die Grundlagen für die Zukunft legen. SPORT BILD beantwortet die wichtigsten Fragen!

Wie geht es mit Pierre-Michel Lasogga weiter?

Der HSV bereitet ein Vertragsangebot vor – allerdings nur für die Bundesliga. Sollte der Aufstieg nicht gelingen, erhält Lasogga (27) wegen der finanziellen Nöte kein neues Angebot. Der beste HSV-Torjäger (13 Saisontreffer) kann dann ablösefrei gehen, vermutlich nach England. Vergangene Saison war er an Zweitligist Leeds United verliehen. Für den Fall des Aufstiegs wollen die Hamburger ihrem Top-Verdiener (3,4 Mio. Euro pro Jahr) in den kommenden zwei Wochen konkrete Zahlen nennen. Es soll ein sehr leistungsbezogener Vertrag werden. Die Idee ist, in dem Vertrag Prämien für Siege zu verankern, bei denen Lasogga auf dem Platz steht. So könnte der gebürtige Gladbecker im besten Fall mehr als die vom HSV zunächst angedachten 1,5 Millionen Euro verdienen.

Was plant der neue Sportdirektor Michael Mutzel?

Michael Mutzel (39) arbeitete zuletzt als Leiter der Scouting-Abteilung für Hoffenheim. Der gebürtige Bayer hatte am 1. April seinen ersten Arbeitstag beim HSV, wird bis Saisonende ausschließlich im Hintergrund arbeiten. Mutzel will, so ist es vom HSV gewünscht, junge Spieler aus England verpflichten. Seit Monaten ist er regelmäßig dort und trifft sich mit den entsprechenden Beratern. Er möchte davon profitieren, dass die englischen Klubs häufig völlig aufgeblähte Kader haben, in denen Talente keine echte Chance erhalten. Mutzel hat eine große Datenbank aufgebaut, die er nun für den HSV nutzen kann. Konkret wollen die Hamburger junge Spieler ausleihen und gleichzeitig eine Kaufoption vereinbaren. Im Optimalfall will der Verein die Spieler drei Jahre später für einen viel höheren Betrag weiterverkaufen.

Beim Stadion-Vertrag soll es mit Kühne Klarheit bis Saisonende geben

Was passiert mit dem Stadionnamen?

Die Verantwortlichen wollen Investor Klaus-Michael Kühne (81) zu einer Verlängerung des Stadionvertrags bewegen. In der vergangenen Woche hatte neben Vorstandsboss Bernd Hoffmann (56) auch der Aufsichtsrat Kontakt nach Schindellegi (Schweiz), wo Kühnes Firma „Kühne + Nagel“ den Hauptsitz hat. Kühne macht seine Entscheidungen gerne von den sportlichen Ergebnissen abhängig. Bis zum Saisonende soll Klarheit herrschen. Sollte Kühne seinen Vertrag verlängern, wird die Heimstätte weiterhin Volksparkstadion heißen. Dafür zahlt Kühne seit 2015 pro Jahr vier Mio. Euro. Können sich die Parteien nicht einigen, wird der Stadionname sehr wahrscheinlich vermarktet. Der Verein kalkuliert auch in dem Fall mit Einnahmen von jährlich vier Mio. Euro, wovon 20 Prozent (800 000 Euro) an den Vermarkter „Lagardère“ fließen würden.

Wann verlängert Hauptsponsor Emirates?

Nur bei Aufstieg in die Bundesliga. Denn ein Zweitligist passt nicht ins Portfolio angesichts der anderen Vereine, die das Unternehmen unterstützt (z. B. Real Madrid in Spanien, Paris St-Germain in Frankreich, FC Arsenal in England). Klub-Manager Bernd Wehmeyer, der den Kontakt in die Emirate hält: „Die Verantwortlichen in Dubai nehmen ganz klar wahr, dass sich bei uns die Dinge in die richtige Richtung bewegen.“

Plant der HSV schon die Aufstiegsfeier?

Offiziell nicht. Aber die Preise für Business-Tickets am letzten Spieltag wurden schon zu Saisonbeginn angehoben (446 Euro statt 396 Euro pro Business-Karte). Man hat sich also komplett auf den Aufstieg eingerichtet. Und die Stadt Hamburg hat ebenfalls Maßnahmen getroffen. Am Montag nach dem Saisonfinale wurde der Rathausbalkon von der Stadt Hamburg für den HSV reserviert. Bürgermeister Peter Tschentscher (53) zu SPORT BILD : „Hamburg ist eine sportbegeisterte Stadt. Ich finde es gut, wenn wir den Sport und sportliche Erfolge auch im Rathaus würdigen. Ob dieses gewünscht und gemacht wird, entscheiden aber die jeweiligen Vereine und ihre Fans.“

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