Papa sagt Tschüs

Autor : Maximilian Wessing | 15.04.2020

Es gab Zei­ten, da war das Tri­kot mit der Num­mer neun von Ky­ria­kos Papaopou­los (28) der Kas­sen­schla­ger beim HSV. Das ist je­doch längst vor­bei. Der Grie­che er­lebt in die­sen Wo­chen einen ganz bit­te­ren Ab­schied. Be­reits im ver­gan­ge­nen Ok­to­ber wurde er zur U21 ab­ge­scho­ben, nun be­kommt er wegen der Zwangs­pause nicht ein­mal mehr einen letz­ten Auf tritt vor den Fans im Volks­park­sta­dion.

„Co­rona hat die Pläne von fast jedem Men­schen durch­ein­an­der­ge­wor­fen. In mei­nem Fall ist es na­tür­lich scha­de, dass der All­tag und damit das täg­li­che Trai­ning mit dem HSV so sehr be­ein­flusst wird“, sagt Pa­pa­d­o­pou­los, der seine Woh­nung in Ham­burg be­reits ge­kün­digt hat und nun im Hotel lebt.

Im Win­ter reiste er nach China, spielte beim Klub Shang­hai Shen­hua vor. Der In­nen­ver­tei­di­ger: „Meine Be­ra­ter hat­ten die Ver­träge aus­ge­han­delt. Weil das Thema Co­rona zu der Zeit in China schon prä­sent war, habe ich mich auf­grund der un­kla­ren Si­tua­tion da­ge­gen ent­schie­den.“

Zumal die Frage auf­ge­kom­men wäre, wie der HSV mit einem Ab­gang Pa­pa­d­o­pou­los‘ (Jah­res­ge­halt rund 2 Mio. Euro in der 2. Liga) um­ge­gan­gen wäre. Selbst wenn er den Klub ab­lö­se­frei ver­las­sen hät­te, wäre der HSV ver­pflich­tet ge­we­sen, eine Nach­zah­lung an des­sen vor­he­ri­gen Ver­ein Le­ver­ku­sen zu zah­len. Die Klau­sel be­sagt: Ver­lässt er den HSV vor Ver­trag­sen­de, muss der Klub sämt­li­che Er­folgs­prä­mi­en, die in Pa­pa­d­o­pou­los‘ Ver­trag ver­an­kert und noch nicht er­reicht sind (z.B. Qua­li­fi­ka­tion für Eu­ro­pa), an Le­ver­ku­sen zah­len. Auch eine wei­tere Klau­sel konnte der HSV in die­ser Sai­son um­ge­hen: dass wei­tere Zah­lun­gen an Le­ver­ku­sen fäl­lig sind (rund eine Mio. Eu­ro), so­bald Pa­pa­d­o­pou­los 20-mal im Kader steht. In der zwei­ten Mann­schaft trai­nierte er le­dig­lich mit, kam nur zwei­mal zum Ein­satz.

Nun sagt der Grie­che: „Das Ziel ist es, eine neue Her­aus­for­de­rung zu fin­den. Wo oder in wel­cher Liga, ist zweit­ran­gig. Es sollte vom Ge­fühl ein­fach pas­sen.“

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