Angeber-Wissen: Sechs kuriose Fakten aus diesem HSV-Jahr.
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Angeber-Wissen: Sechs kuriose Fakten aus diesem HSV-Jahr. Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Sechs kuriose Fakten aus diesem HSV-Jahr

Angeber-Wissen

1. Spieler besuchten gefeuerten Titz bei ihm zu Hause

Mit Christian Titz (47) wurde in diesem Kalenderjahr der dritte HSV-Trainer gefeuert. Am Tag seiner Entlassung (23. Oktober) lud er die Mannschaft zum Abschiedsessen abends ein. Weil Neu-Trainer Hannes Wolf (37) überlegte, am selbigen Abend seine erste Trainingseinheit abzuhalten, sagte der Vorstand Titz ab. Aus Solidarität fuhren am Tag danach mehrere Spieler einzeln oder in Kleingruppen (u.a. Fiete Arp und Lewis Holtby) zu ihm nach Hause nach Schenefeld, um sich zu bedanken und verabschieden.

2. Das Luxus-Leben der Mannschaft hat ein Ende

Mit 85,4 Mio. Euro Verbindlichkeiten und einem bevorstehenden Minus von rund 20 Mio. in dieser Saison muss der HSV sparen! Deshalb bestritt das Team in dieser Saison bislang erst einen Weg (zurück von Dresden) mit dem Flugzeug. Ansonsten: Bus oder Bahn! Auch die Bosse Hoffmann und Becker halten sich daran. Für das Trainingslager im Januar (La Manga, Spanien) wohnen die Spieler in den deutlich günstigeren Bungalows anstatt im Hotel. Ersparnis: rund 20 000 Euro.

3. Ohne Hoffmann wäre alles anders gekommen

Nach der Entlassung von Sportchef Todt und Vorstandsboss Bruchhagen im März beauftragte der Aufsichtsrat Präsident Hoffmann, eine neue Führung aufzustellen. Seine Liste mit möglichen Sport-Vorständen: Krösche (Paderborn), Schröder (Mainz) und Becker (Kiel), der nach der Krösche-Absage kam. Interimsboss Wettstein hatte andere Pläne. Ohne Hoffmann wäre Peters (damals Direktor Sport, jetzt entlassen) Sport-Vorstand geworden, Gärtner (Ingolstadt) Sportdirektor.

4. Halilovic hätte nur 5 % weniger verdient

Nach diesem Transfer knallten beim HSV die Korken. Zwar bekam der Verein für Alen Halilovic (22), der 2016 für fünf Millionen Euro aus Barcelona kam, keine Ablöse mehr. Aber: Das Ge halt des Riesen-Flops (lediglich sieben Einsätze) hätte sich Hamburg kaum leisten können. Denn: Halilovic hatte laut Vertrag im Falle des Abstiegs lediglich eine Gehaltsreduktion in Höhe von fünf Prozent in Kauf zu nehmen! Und hätte in der 2. Liga damit 1,9 Millionen Euro ver dient. Beim AC Mailand hat der sogenannte "Mini-Messi" noch weniger gespielt. Und Sportdirektor Mirabelli, der ihn geholt hatte, wurde kurz nach der Verpflichtung entlassen.

5. Hannes Wolf musste sich nicht einmal vorstellen

"Machst du's?"

"Ja."

Das war das Bewerbungsgespräch von Trainer Hannes Wolf mit Sport-Vorstand Ralf Becker in Kurzform. Bewerbungsunterlagen oder ein Vorstellungsgespräch benötigte er nicht. Becker und Wolf kennen sich schon jahrelang, lernten sich 2014 bei der U-17-EM auf Malta kennen. Wolf war U-17-Trainer vom BVB, Becker Scout vom Stuttgart. Danach blieben sie im stetigen Handy-Kontakt.

6. Holtby hatte ein Mega-Angebot nach Vertragsverlängerung

Schon eine Woche nach dem historischen Abstieg verlängerte Lewis Holtby (28) seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr. Doch trotz seiner Unterschrift (eine Million statt zuvor 3,5 Millionen Euro Gehalt) klopften weiterhin Vereine an. Etwa der französische Erstligist Nizza, der Holtby schon ein Jahr zuvor haben wollte und nun bereit war, eine Ablöse für ihn zu zahlen, die sich am damaligen Marktwert (2,5 Milorientiert lionen Euro) Verhand hätte. Bevor es zu lungen kam, sagte Holtby ab.