Tobias Strobl kommt! Aber nur bei Aufstieg!

Autor : Maximilian Wessing | 26.02.2020

In der Chef­etage des Ham­bur­ger SV sind die ei­ge­nen An­sprü­che klar for­mu­liert. „Die Ge­schäfts­grund­la­ge“, wie Vor­stands­boss Bernd Hoff­mann (57) zu­letzt auch öf­fent­lich sag­te, sei die Bun­des­li­ga.

Genau dar­auf ist die Stra­te­gie des Ver­eins aus­ge­rich­tet. Das Pro­blem: Die Rück­kehr in die 1. Liga ist auch in die­ser Sai­son stark ge­fähr­det. Und ein Nicht-Auf­stieg hätte fa­tale Fol­gen.

Etwa: Nach SPORT BILD-In­for­ma­tio­nen ist sich der Ver­ein mit Glad­bachs To­bias Strobl (29) ei­nig, der Mit­tel­feld­spie­ler hat dem HSV be­reits zu­ge­sagt und kommt im Som­mer ab­lö­se­frei -im Falle des Auf­stiegs. An­dern­falls würde er sich an­ders ori­en­tie­ren, ihm lie­gen An­ge­bote aus Eng­land und Ita­lien vor.

Seit Heckings Ab­gang bei Glad­bach im ver­gan­ge­nen Sommer steht der HSV-Trai­ner dauer­haft mit Strobl in Kon­takt. Der ge­bür­tige Mün­che­ner ge­hörte zu Heckings wich­tigs­ten Kräf­ten, beide schät­zen sich sehr. Unter Glad­bachs jet­zi­gem Trai­ner Marco Rose (43) hat Strobl sich nach an­fäng­li­chen Ver­let­zungssor­gen zu­rück­ge­kämpft. In Hamburg ist man sich ei­nig, dass Strobl als wich­tige Säule eingeplant wer­den kann. Ein Nicht-Auf­stieg würde die­sen Plan in des zu­nichte ma­chen.

Mit sechs Punk­ten Rück­stand auf Ta­bel­len­füh­rer Bie­le­feld und drei auf den Zwei­ten VfB Stuttgart läuft der HSV auch in die­ser Sai­son Ge­fahr, zu­min­dest den direk­ten Auf­stieg zu ver­spie­len. Es würde für einen höchst turbulen­ten Som­mer sor­gen. Die Abgänge der Leih­spie­ler Adrian Fein (20), Jor­dan Beyer (19) und Joel Poh­jan­palo (25) ste­hen so oder so fest, Louis Schaubs (25) Ab­löse (Kauf­op­tion in Höhe von rund 2,6 Mio. Euro) könnte in der 2. Liga kaum ge­stemmt werden.

Der Auf­sichts­rat hat be­reits si­gna­li­siert, dass der Mannschaft­se­tat bei einem Schei­tern ver­rin­gert wer­den müss­te. Heißt: Fi­nan­zi­el­ler Spiel­raum, einen noch schlag­fer­ti­ge­ren Kader zu­sam­men­zu­stel­len, gäbe es kaum. Auch, weil sich der zeit bis auf Ba­kery Jatta (21) kein Spie­ler auf­drängt, der dem HSV eine hohe Ab­löse ein­brin­gen könn­te.

Hinzu kommt die Per­so­na­lie Bobby Wood (27): Der Stür­mer spielt unter Hecking über­haupt keine Rolle mehr. In der Ge­schäfts­stelle des HSV wird mitt­ler­weile ge­wit­zelt, Wood ver­wechsle den HSV mit einer Lu­xus­ho­tel­an­lage im Groß­for­mat. Pro­blem: Der Ame­ri­ka­ner hat noch einen Ver­trag bis 2021. Die Ham­bur­ger wären sogar be­reit, ihn ab­lö­se­frei zie­hen zu las­sen und die Dif­fe­renz zwi­schen dem Ge­halt bei sei­nem neuen Ver­ein und dem jet­zi­gen (rund 2 Mio. Euro in der 2. Liga) zu über­neh­men. Es liegt an den Bos­sen, auch die­ses Pro­blem zu lö­sen.

Der HSV steht vor tur­bu­len­ten Mo­na­ten. Wie­der ein­mal.

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