Unter Hecking ist (fast) alles besser!

Autor : Maximilian Wessing | 11.09.2019

Die Gründe für den HSV-Aufschwung

Bessere Voraussetzungen für sein erstes Hamburger Derby könnte Dieter Hecking (54) kaum haben. Der Saisonstart lief nahezu perfekt (vier Siege, ein Remis), das HSV-Spiel wirkt so gefestigt wie lange nicht mehr, Heckings Ideen greifen.

Im Zentrum des Erfolgs: die Dreier-Achse, die Hecking beim HSV ins Leben gerufen hat. Und die für die Impulse nach vorne sorgt. Diese besteht aus Adrian Fein (20), David Kinsombi (23) und Sonny Kittel (26). Alle drei Spieler kamen im Sommer nach Hamburg – und schlugen direkt ein. Fein übernimmt den defensiven Part. Und zwar so gut, dass der HSV nach SPORT BILD-Info schon bald den FC Bayern kontaktieren möchte, um über einen Verbleib Feins nach seiner jetzigen Leihe zu verhandeln.

Vor ihm bilden Kinsombi und Kittel eine „Doppel-Acht“. In der Formation ließ Hecking auch bei seinem vorherigen Klub Gladbach häufig spielen. Das Ergebnis: Die Hamburger erzielten in dieser Zweitliga-Saison die meisten Tore und gaben die meisten Torschüsse aller Mannschaften ab. Im Schnitt sind es jetzt fünf Torschüsse pro Spiel mehr als in der vergangenen Saison.

Extra-Training mit den Offensiv-Spielern, meistens so 15 bis 20 Minuten. Damit wir die Abläufe schneller lernen.

Mittelfeld-Mann Khaled Narey sagt: „Man merkt, dass es immer flüssiger wird. Die Trainer legen großen Wert auf unser Offensiv-Spiel. Auch nach guten Spielen zeigen sie uns immer einige Aktionen, die wir nicht gut gelöst haben. Und nach den Einheiten machen unsere beiden Co-Trainer noch Extra-Training mit den Offensiv-Spielern, meistens so 15 bis 20 Minuten. Damit wir die Abläufe schneller lernen.“

Die Assistenten von Chefcoach Hecking sind Dirk Bremser (53) und Tobias Schweinsteiger (37), Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger war in seiner aktiven Karriere selbst Stürmer, er wurde von Hecking in diesem Sommer bewusst als Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft geholt. „Man sieht jetzt die Handschrift der Trainer bei uns“, sagt Kittel.

Der Hecking-Effekt ist im Volkspark nicht zu leugnen:

  • Der HSV hat sich in fast allen wichtigen Kategorien verbessert.
  • 13 Tore nach fünf Spielen sind die beste Bilanz seit zehn Jahren, torhungriger waren die Hamburger nur zweimal: 2009/10 (15 Tore) und im Meisterjahr 1982/83 (14 Tore).
  • In der vergangenen Spielzeit markierten nur vier Mittelfeldreihen weniger Treffer als beim HSV (17), jetzt stellen die Hamburger das torgefährlichste Mittelfeld der Liga. Allein Kittel traf schon viermal.

 

Diese Zahlen klingen nach Aufstieg.

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