Der Sommer-Plan für die Bundesliga

Autor : Berries Bossmann | 20.05.2020

Der Neu­start der Bun­des­liga mit Geis­ter­spie­len schürt die Hoff­nung, dass die Sai­son trotz Co­rona-Pan­de­mie bis zum 30. Juni re­gu­lär be­en­det wer­den kann. Doch dann war­tet auf ei­nige Klubs das nächste Pro­blem: Die Uefa will die Cham­pi­ons League und Eu­ropa League erst ab Au­gust mit dem Ach­tel­fi­nale fort­set­zen. Da­zwi­schen liegt ein Mo­nat, den der FC Bay­ern, Dort­mund, Leip­zig (CL) sowie Frank­furt, Le­ver­ku­sen und Wolfs­burg (EL) ohne Spiele über­brücken müs­sen.

Droht ein kla­rer Wett­be­werbs­nach­teil ge­gen­über Li­gen, die spä­ter star­ten und im Juli durch­spie­len?

„Bei einer mög­li­chen Fort­set­zung der in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werbe mit zeit­li­chem Ab­stand zum Bun­des­liga-Sai­son­ende wären ei­ner­seits Teams aus an­de­ren Ligen ge­ge­be­nen­falls eher im Wett­be­werbs­rhyth­mus“, sagt Ans­gar Schwen­ken, der DFL-Di­rek­tor Fuß­ball und Fans.

„An­de­rer­seits könnte es für die deut­schen Klubs auch ein Vor­teil sein ge­gen­über an­de­ren Li­gen, die spä­ter als die Bun­des­liga und mög­li­cher­weise mit mehr Eng­li­schen Wo­chen ihre Sai­son zu Ende brin­gen, wäh­rend die Bun­des­liga-Klubs nach einer Pause mit neuem Elan in diese Spiele gehen könn­ten.“

Die vier­wö­chige Pause im Juli wird be­reits von DFL und Klubs the­ma­ti­siert. Ein Mo­dell: Nach Sai­son­ende gehen die Spie­ler zwei Wo­chen in Ur­laub, dann be­ginnt schon die Vor­be­rei­tung auf die Sai­son 2020/21. Die Cham­pi­ons-League-und Eu­ropa-League-Spiele sei­en, so ist aus den Klubs zu hö­ren, will­kom­me­ne, weil sport­lich hoch­qua­li­ta­tive Tests statt der sonst üb­li­chen Trai­nings­spie­le.

Aber: Wel­che Spie­ler stün­den den Klubs in­ter­na­tio­nal nach Ende der na­tio­na­len Ligen noch zur Ver­fü­gung? Viele Ver­träge lau­fen am 30. Juni aus.

Die Fifa stellt klar: Die Spiel­be­rech­ti­gung eines Spie­lers gilt bis zum Sai­son­ende 2019/20. Dazu ge­hö­ren auch die Eu­ro­pa­cup-Wett­be­wer­be, wenn ein Klub noch ver­tre­ten ist. Lässt sich ein Profi nicht auf eine ar­beits­recht­li­che Re­ge­lung für eine ein-oder zwei­mo­na­tige Ver­trags­ver­län­ge­rung ein, ist er trotz­dem bis zum Sai­son­ende nur für die­sen Klub spiel­be­rech­tigt. Und kann nicht gleich für sei­nen neuen Ver­ein spie­len, auch wenn er schon ab 1. Juli un­ter­schrie­ben hat.

Bleibt die Frage nach den Trans­fer­fens­tern, die sich auch für die Bun­des­liga ver­schie­ben. Für die DFL ist klar: Eine ein­heit­li­che Lö­sung mit den an­de­ren Top-Li­gen muss her, damit kein Nach­teil ent­steht. Schwen­ken:“Wenn wir die Sai­son bis zum 30. Juni be­en­den, kann das Trans­fer­fens­ter ganz nor­mal schon am 1. Juli öff­nen. Wir sind in Ge­sprä­chen mit an­de­ren Ligen sowie Fifa und Uefa, denn wich­tig ist ein mög­lichst ein­heit­li­ches Ende der Trans­fer­pe­ri­ode in Eu­ro­pa, spe­zi­ell was die Top-5-Li­gen be­trifft. Wir wol­len na­tür­lich ver­hin­dern, dass die Bun­des­liga und 2. Liga schon frü­her Trans­fer­schluss haben als an­dere Li­gen.“ Und sich die Kon­kur­renz aus Eng­land, Spa­nien und Ita­lien wei­ter in Deutsch­land be­die­nen kann.

Nach einem Be­schluss der 36 Pro­fi­klubs ent­schei­det das DFL-Prä­si­dium für die Sai­son 2020/21 über die Trans­fer­pe­ri­oden.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Änderungen können Sie in ihren Browsereinstellungen vornehmen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Datenschutz & Cookies
Weiter