Wolfsburg heizt nur die eigene Bank

Autor : Robert Schreier | 16.01.2019

Neue Wärmestrahler machen die Ersatzspieler heiß für den Einsatz.

In Wolfsburg müssen sich die Gegner in den nächsten Wochen warm anziehen – ganz im Gegensatz zur Heimmannschaft.

Der VfL baut ab sofort während der kalten Monate immer Wärmestrahler vor der Ersatzbank auf. Allerdings nur vor der eigenen. Dass die Ersatzbänke mit Sitzheizungen ausgerüstet sind, ist schon länger Liga-Standard. Nun geben zusätzliche Heizstrahler warme Luft in Richtung Körper, Beine und Füße der Spieler ab.

Die Infrarot-Platten mit bis zu 1800 Watt (normale Glühbirnen haben bis zu 100 Watt) heizen sich vor den Bänken bis auf 120 Grad auf und strahlen Wärme von vorn und unten ab. Bei einer Außentemperatur von 0 Grad umgibt die Fußballer-Beine durch die Technik 25 bis 30 Grad warme Luft.

Die Wärmetechnik hat einen ernsten Hintergrund. „Das Durchwärmen der Muskulatur dient der Prävention von Verletzungen bei niedrigen Außentemperaturen“, sagt Elk Jörn (32), beim VfL verantwortlich für den Bereich Sportentwicklung.

Wir sehen als sinnvolle Investition in die Gesundheit unserer Spieler

Er hatte die Heizplatten bei Red Bull Salzburg gesehen und intern vorgeschlagen. Trainer Bruno Labbadia (52) und Manager Jörg Schmadtke (54) stimmten sofort zu. In den letzten beiden Heimspielen vor der Winterpause wurden die Heizbanden getestet, nun gehören sie zum festen Inventar.

Die Kosten liegen bei rund 30 000 Euro.

Als nächster Gegner muss ausgerechnet Europacup-Konkurrent Leverkusen in Wolfsburg ran – und frieren.

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