Videobeweis beim Gladbach-Spiel in der Bundesliga
Videobeweis beim Gladbach-Spiel in der Bundesliga Quelle: Getty // All rights reserved.

Wann darf der Video-Assistent tatsächlich eingreifen?

Ein kurzes Regelwerk

Die Bundesliga feiert Halbzeit. Somit ist auch die erste Phase des Testlaufs zum Videobeweis abgeschlossen. Die Meinungen hierzu sind gespalten. Nicht zuletzt, weil die Regeln noch nicht allen zu hundert Prozent bekannt sind. Um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, haben wir Euch die vier Momente herausgesucht, in denen der Video-Assistent eingreifen darf: 

  1. Wenn ein Tor erzielt wird, vorab aber ein Foul stattgefunden hat, es Abseits gewesen ist oder eine andere Regelwidrigkeit stattgefunden hat
  2. Wenn ein Strafstoß fälschlicher Weise gegeben, oder nicht erkannt worden ist
  3. Ein nicht oder falsch geahndetes Vergehen, das zu (k)einer Roten Karte führt kann korriegiert werden
  4. Im Fall einer Verwechslung eines Spielers (bei roter, gelb-roter oder gelber Karte)

Der Video-Assistent darf ausschließlich ein Signal geben, wenn eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedrichters auf dem Platz vorliegt. Sollte es sich um keine eindeutige Fehleinschätzung handeln, darf er nicht eingreifen. 

Der Video-Schiedsrichter hat die Möglichkeit alle Kamera-Perspektiven, die für die TV-Übertragung eingefangen werden, zu nutzen. Sollte ihm eine strittige Situation auffallen, kann er über Funk den Kontakt zum Schiedsrichter auf dem Platz aufnehmen. Die Kommunikation kann sowohl vom Spielfeld, als auch von Köln aus eingeleitet werden. Damit die Zuschauer und Spieler darüber informiert sind, weshalb das Spiel unterbrochen ist, führt der Referé die Hand an sein Headset. Er selbst hat die Möglichkeit, sich die Szene auf einem Monitor anzusehen. Sobald eine Entscheidung getroffen worden ist, wird mit beiden Händen symbolisch ein Umriss eines Bildschirms nachgezeichnet. Anschließend kommuniziert der Schiedsrichter seine Entscheidung.