Team Präsentation HSV 1978
Team Präsentation HSV 1978 Quelle: Getty // All rights reserved.

Was macht eigentlich Jimmy Hartwig?

Wir stellen den Ex-1860 und HSV-Spieler vor

In unserer neuesten Serie von „Was macht eigentlich…?“ stellen wir Euch Jimmy Hartwig vor, der bei 1860 und dem HSV spielte und kurzzeitig den 1. FC Augsburg trainierte.

Jimmy Hartwig wurde am 05.10.1954 in Offenbach am Main geboren. Seine Fußballkarriere begann er 1972, mit nur 18 Jahren, bei Kickers Offenbach. Nach einem Jahr wurde er an den VFL Osnabrück ausgeliehen und wechselte 1974 zum TSV 1860 München. Bei den Löwen wurde er schnell zum Leistungsträger und schaffte mit dem Team innerhalb von drei Jahren den Aufstieg in die erste Bundesliga.

Seine erfolgreichste Zeit feierte er anschließend beim Hamburger Sport-Verein. Hier spielte er von 1978 bis 1984 und gehörte somit zu dem legendären Team um den damaligen Manager Günter Netzer und Trainer Branko Zebec, das in den Jahren 1979, 1982, 1983 die Meisterschaft holte und sich 1983 den Europacup der Landesmeister (heute Champions League) sicherte. Er selbst fehlte im Finale gelb-gesperrt und verfolgte den 1:0-Sieg gegen Juventus Turin im ZDF-Fernsehstudio. 

Jimmy Hartwig zeichnete sich nicht nur durch seine zweikampfstärke aus, sondern wurde beim HSV auch immer torgefährlicher. In den sechs Jahren Vereinszugehörigkeit schoss er stolze 72 Tore für den HSV.

Abseits des Fußballplatzes sorgte er immer wieder mit Geschichten aus seinem Privatleben für Schlagzeilen. Während seiner Profi-Zeit traf man ihn regelmäßig auf diversen Partys an. Hartwig war dafür bekannt, nie ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Seine fußballerischen Leistungen litten jedoch nie unter den privaten Eskapaden.

Trotz der konstant guten Leistungen, beschritt Hartwig in seiner Karriere nur zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. 1979 kam er lediglich in zwei Freundschaftsspielen gegen Irland zum Einsatz.

Nachdem Hartwig 1984 den HSV verließ, beendete er nach Anstellungen beim 1. FC Köln, Austria Salzburg und dem FC Homburg vier Jahre später seine Karriere.

Anschließend versuchte er sich von 1989 bis 1990 als Trainer des FC Augsburg und Sachsen Leipzig - allerdings enden beide Engagements bereits nach nur wenigen Partien. Auf die Frage hin, weshalb beide Trainerpositionen nur von kurzer Dauer waren sagt Hartwig, dass er die Antwort selbst nicht kenne.

Privat musste er mit einigen schweren Rückschlägen umgehen. Der Ex-Fußballprofi musste in seinem Leben gegen Prostata-, Hodenkrebs und einen Gehirntumor kämpfen. Nachdem er alle drei Krankheiten besiegt hatte, setzte er sich aktiv als Gesundheitsbotschafter für die Krebsvorsorge ein.

2004 machte er einen Abstecher ins Dschungelcamp. Nach diesem Aufenthalt begann er erfolgreich als Schauspieler am Theater zu arbeiten und stand mit Stars wie Ben Becker auf der Bühne.

Heute arbeitet Hartwig für den DFB als Integrationsbotschafter, wo er sich für Chancengleichheiten und Integration von Kindern jeder Herkunft einsetzt. 

Bisher erschienen sind in unserer Serie „Was macht eigentlich...?“: