Martin Max während seines Torjubels
Was macht eigentlich Martin Max? Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Was macht eigentlich Martin Max?

In unserer Serie "Was macht eigentlich...?" stellen wir den ehemaligen Löwen-Stürmer vor

Vor 20 Jahren gehörte Martin Max dem legendären Eurofighter-Team von Schalke 04 an, das den UEFA Europa Pokal gewann.

Es gibt vermutlich nur wenige Bundesliga-Spieler, die so sehr unterschätzt wurden wie er. In der Spielzeit 1999/00 gelang es Martin Max, sich mit 19 Treffern die begehrte Torschützenkrone zu sichern. Zwei Jahre später gewann er sie ein weiteres Mal. Mit 33 Jahren wurde er ältester Torschützenkönig überhaupt. Trotz seines andauernden Erfolgs, absolvierte er nur ein einziges Spiel für die deutsche Nationalmannschaft. Am 17. April 2002 wurde er im Freundschaftsspiel gegen Argentinien in der 83. Minute für Torsten Frings eingewechselt. Das Spiel entschied Argentinien mit 1:0 für sich. 

Als Max Ende der 70er Jahre mit seiner Familie aus Schlesien nach Deutschland zog, spielte er zunächst für Blau Weiß Post Recklinghausen, bis er 1985 in die Verbandsligamannschaft des 1. FC Recklinghausen aufstieg.

1989 feierte Max sein Bundesliga-Debüt bei Borussia Mönchengladbach. Mit dem Team gewann er 1995 den DFB-Pokal. In dieser Saison schaffte er es aber nicht mehr die erste Wahl bei den Fohlen zu sein. 1995 entschied er sich für einen Wechsel zu Schalke 04. Hier konnte er sich schließlich durchsetzen und stand im Jahr 1997 im Finale des UEFA Europa Pokals. Beim 4:2 Sieg nach Elfmeterschießen verwandelte Max den Strafstoß zum 3:1. 

Seine nächste Station lautete 1860 München. Bei den Löwen spielte er vier Jahre, schoss 51 Bundesligatore und wurde zweimal Torschützenkönig. Sein letzter Verein war Hansa Rostock. Aufgrund einer andauernden Verletzung der Sprunggelenke musste er 2003 seine Karriere frühzeitig beenden und löste seinen bis 2005 laufenden Vertrag bei Hansa Rostock auf. 

Auch nach seiner Profikarriere musste er mit Rückschlägen umgehen. Im August 2008 eröffnete er im schwäbischen Günzburg das Fast Food Restaurant “Max y Mas“. Während er die Eröffnung noch mit Fußball-Ikonen wie Werner Lorant und Olaf Thon feierte, blieben in den nächsten Monaten die Gäste aus und der Betrieb musste nach nur fünf Monaten schließen.

Max unterstützte nach seiner Karriere unter anderem das Projekt „Hansa Rostock und ich“. Hierfür besuchte er eine Gesamtschule in Rostock und sprach mit den Schülern zum Thema „Gewaltprävention“ im Sport. Er selbst hat es geschafft, in seiner gesamten Spielerlaufbahn nicht eine Rote Karte zu bekommen.

Heute ist Martin Max als Fan-Botschafter für Schalke 04 unterwegs und somit auf diversen offiziellen Terminen anzutreffen.

Die neuesten "Max"-Schlagzeilen hatten jedoch weniger mit ihm zu tun. Seit der Saison 2016/17 spielt sein Sohn Philipp als Abwehrspieler beim FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga. Mehr Infos zu ihm findet Ihr hier

Bisher erschienen sind in unserer Serie „Was macht eigentlich...?“: